Liberale fordern zweite Rheinbrücke

Walzbachtal/Landkreis-Karlsruhe. „Karlsruhe ist in aller Munde! Aber leider nur bei den Verkehrsmeldungen!“, sagte der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Manfred Will (Eggenstein-Leopoldshafen) bei einer Mitgliederversammlung der Liberalen zur Kommunal- und Europawahl in Walzbachtal-Jöhlingen mit dem Schwerpunkt „Regionale Verkehrspolitik“. Nur so lasse sich mit dem Zitat andeuten, was in und um Karlsruhe herum sowohl die Autofahrer als auch die Anwohner in den Stadtteilen und den umliegenden Gemeinden nicht nur aktuell, sondern auf absehbare Zeit maßlos verärgern werde. „Die für den Verkehr Verantwortlichen in der Region arbeiten tagtäglich an einem neuen Baustellenrekord und produzieren so einen verkehrlichen Super-Gau nach dem anderen. Dabei wird offenkundig, was in unserem Oberzentrum Karlsruhe fehlt: Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur auf der Straße!“, sagte Manfred Will in seinem Referat.

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Um den Verkehr rund um und in Karlsruhe spürbar zu entlasten, fordert der FDP-Kreisverband Karlsruhe-Land neben einer zweiten Rheinbrücke ebenso eine durchgängige Trassenführung vom Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord bei Hagsfeld über die B 36 zur Brücke. (Grafik: Henning/FDP)

Die B 10/Südtangente sei schon lange nicht mehr in der Lage, den Verkehr vom Osten der Stadt in Richtung Pfalz und umgekehrt aufzunehmen und vernünftig abfließen zu lassen. Und bei dem kleinsten Unfall oder wie aktuell bei immer wieder notwendigen Bauarbeiten breche der Verkehr zusammen. Bei bekannten Planungs- und Ausführungshorizonten von bald zehn Jahren forderten deshalb die anwesenden Mitglieder der FDP Karlsruhe-Land für die regionale Wirtschaft und für die Erhaltung des Wohnwertes der Anwohner umgehend die dringend notwendigen verkehrlichen Perspektiven. „Dazu gehört, vollkommen losgelöst von der absehbaren und unabwendbaren Sanierung der vorhandenen, eine zweite Rheinbrücke. Diese kann ihre volle Wirkung aber nur dann entfalten, wenn sie Teil einer neuen, dringend notwendigen Streckenführung am nördlichen Stadtrand von Karlsruhe wird“, stellte Will heraus.

Die Abhängigkeit des gesamten Ost-West-Verkehrs von nur einer Trasse könne für die Zukunft nicht mehr hingenommen werden. „Wir stehen deshalb ohne Wenn und Aber für eine durchgängige Trassenführung vom Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord bei Hagsfeld über die B 36 auf diese zweite Rheinbrücke. Damit wäre dann auch wieder der Bund für die Baukosten im Obligo“, sagte Manfred Will weiter und stellte dazu auch einen Plan vor (siehe Anlage). Die FDP Karlsruhe-Land fordert deshalb schnellstmöglich die entsprechenden Beschlüsse, Planungen und Anträge sowie die Umsetzung des vorhandenen Baurechts für die Nordtangente bis zur Theodor-Heuss-Allee. Von diesem Punkt aus kann man durch die Verlegung der L 604 (des sogenannten Hagsfelder-Weges) in Richtung Stadion ohne eine zusätzliche Trasse die B 36 und in der Weiterführung dann die erforderliche zweite Rheinbrücke anschließen. Mit dieser Lösung würde in hohem Maße auch dem Naturschutz Rechnung getragen. „Wir fordern deshalb eine Abkehr vom jahrzehntelangen politischen Taktieren hin zu einer Lösung für die Bürger und die Wirtschaft dieser Region.“

Internet: www.fdp-karlsruhe-land.de

FDP-Kreisverband Karlsruhe-Land

www.fdp-karlsruhe-land.de

Pressemitteilung vom 14.5.2014

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