Liberale in der Region kritisieren mangelndes historisches Gespür von Grünen- und SPD-Abgeordneten

Liberale in der Region kritisieren mangelndes historisches Gespür von Grünen- und SPD-AbgeordnetenFDP lobt deutliche Worte von Bundespräsident Joachim Gauck zur Linkspartei – Liberale in der Region kritisieren mangelndes historisches Gespür von Grünen- und SPD-Abgeordneten

Die FDP im Landkreis Karlsruhe unterstützt Bundespräsident Joachim Gauck bei seiner Kritik an der Linkspartei. „Zum 25. Jahrestag des Falls der Mauer am 9. November ist es ein beunruhigendes Zeichen, wenn es SPD und Grüne ermöglichen, dass in Thüringen ein kommunistischer Ministerpräsident gewählt wird“, sagte FDP-Kreisvorsitzender Dr. Otto Hertäg (Stutensee). Der Bundespräsident als Hüter des demokratischen Rechtsstaats habe deshalb zu Recht gemahnt, dass es schwierig sei, der Linkspartei zu vertrauen. Denn diese habe es als SED-Nachfolgerin bis heute nicht geschafft, sich von ihrer DDR-Vergangenheit zu lösen.

„Die Diskussion der Linken, ob die DDR-Diktatur ein Unrechtsstaat war oder nicht, entlarvt die Kommunisten als Geschichtsklitterer. Die Linkspartei-Dialektiker versuchen sogar den Ostdeutschen einzureden, dass mit der Debatte versucht werde, ihr individuelles Leben als „Unrecht“ zu klassifizieren“, betonte Hertäg weiter. In Thüringen gebe es immer noch frühere aktive Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit in der Linken-Landtagsfraktion und im gesamten Umfeld der Partei. „Viele Menschen, die nach 1989 aus Ostdeutschland in die Region Karlsruhe kamen, um ihre Freiheit zu nutzen, einen Arbeitsplatz anzunehmen und ihr Glück zu finden, schütteln in vielen Gesprächen mit dem Kopf und sind entsetzt über diese Entwicklung. Uns als Liberale erzürnt besonders, dass es die regionalen Abgeordneten von Grünen und SPD nicht schaffen, sich kritisch zu den Entwicklungen in Thüringen zu äußern“, sagte Hertäg weiter.

Denn schließlich hätten auch Tausende von Sozialdemokraten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) (1945-1949) und in der DDR wegen den Kommunisten ihr Leben verloren oder seien in Gefängnissen weggeschlossen worden. „Von den Grünen mit ihrer Bündnis90-Bürgerrechtstradition hätten wir deutliche Worte gegen ein rot-rot-grünes Bündnis erwartet. Das Schweigen offenbart ein fehlendes Geschichtsverständnis, das schädlich für die Demokratie ist.“ In diesem Zusammenhang empfahl Otto Hertäg den Besuch des DDR-Museums in Pforzheim oder des früheren Gefängnisses der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen. „Danach weiß jeder, was für einen miesen Charakter der DDR-Unrechtsstaat hatte. Wir sollten deshalb wieder mehr über die Opfer der SED-Diktatur sprechen!“

 
Pressemitteilung FDP-Kreisverband Karlsruhe-Land / Bild: Symboldarstellung Redaktion

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