Landrat besucht Zaisenhausen



Landrat besucht Zaisenhausen
Bürgermeisterin Cathrin Rübenacker und die Gemeinderäte von Zaisenhausen nutzten die Gelegenheit, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (rechts) im Rahmen von dessen regelmäßigen Gemeindebesuchen zu aktuellen politischen Themen zu befragen und ihn über die Situation der Gemeinde zu informieren. Nicht fehlen durfte das Aushängeschild der Gemeinde, der Zaisenhausener Esel.

Gemeindeentwicklung als oberste Priorität Landrat im Gespräch mit Gemeinderäten von Zaisenhausen     

Kreis Karlsruhe. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel besucht regelmäßig Städte und Gemeinden im Kreisgebiet, um sich vor Ort über das aktuelle Geschehen zu informieren und sich mit den politischen Akteuren über anstehende Vorhaben auszutauschen. Sein Gemeindebesuch am vergangenen Dienstag führte ihn in die kleinste Gemeinde des Landkreises nach Zaisenhausen. Diesen Anlass nutzte Bürgermeisterin Cathrin Rübenacker, um bei einem Rundgang zu Beginn einige Projekte vorzustellen, welche als gemeindliche Entwicklungsmaßnamen bereits in Angriff genommen wurden. „Mit Hilfe des Flurneuordnungsverfahrens Ortslage II und Mitteln des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum wollen wir eine Verschönerung und Belebung des Ortskerns erreichen. So soll der Vorplatz der Kultur- und Sporthalle ausgebaut und das Areal rund um die Kirche als Platz der Begegnung ein Anziehungspunkt für Jung und Alt werden“, erläuterte die Bürgermeisterin. Sie freute sich, dass die Bevölkerung interessiert und engagiert mitarbeitet, was auch für “Zaisenhausen 2030“ gilt, eine groß angelegte Initiative, um die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen. „Die Bevölkerung ist gleich zu Beginn mit einer Einwohnerbefragung beteiligt gewesen und wir erarbeiten im Rahmen eines World-Cafés die Wünsche und weiteren Schritte“, berichtete Cathrin Rübenacker von der Dynamik dieses Projekts.

In einem E-Auto, das gemeinsam als eines von drei gemeinsam mit Sulzfeld beschafft und mit Landesmitteln gefördert wurde, ging es weiter Richtung Neubau- und Gewerbegebiet. Der Bedarf an Wohn- und neuen Gewerbeflächen ist da. Dies hängt u.a. auch damit zusammen, dass die Anbindung an die Stadtbahnlinie S4 einen großen Standortvorteil darstellt und wir mit Umsetzung der Breitbandinitiative des Landkreises für die Zukunft gut aufgestellt sind, war die einhellige Meinung der Gemeinderäte, mit denen Landrat Dr. Christoph Schnaudigel im Anschluss an den Rundgang diskutierte. Ein Thema, das den Gemeinderat beschäftigt, waren die vielen leerstehenden, insbesondere älteren Häuser in der Gemeinde. Diese Entwicklung, die er auch aus anderen Gemeinden kenne, sehe er mit Sorge, berichtete der Landrat. Er befürwortete Überlegungen, solche Liegenschaften im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu kaufen und baureif zu machen. „Wohnraumbedarf ist in der Region mit Sicherheit vorhanden“.

Die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt macht sich auch bei der Suche nach geeigneten Unterkünften für Asylbewerber bemerkbar. „Die Landkreis-Verwaltung sucht ständig nach Standorten für Gemeinschaftsunterkünfte, um die weiterhin steigende Zahl der Asylbewerber unterzubringen“, berichtete der Landrat. Keine Hoffnung machte er auf eine Entspannung der Lage. In einem zweiten Schritt betrifft das auch die Gemeinden, die für die Anschlussunterbringung zuständig sind. „Wir haben ein Haus der Gemeinde als Anschlussunterbringung, in dem derzeit sechs Personen leben. Wir sind uns der Verantwortung bewusst und werden auch weiterhin in engem Kontakt mit dem Landratsamt stehen“, fasste Bürgermeisterin Cathrin Rübenacker die Situation in Zaisenhausen zusammen. Sie dankte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel für den Besuch und den informativen Austausch. (LRK KA)

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