Land stellt künftig 30,9 Millionen Euro pro Jahr für schnelles Internet zur Verfügung

internetBaden-Württemberg kommt mit dem Ausbau von schnellem Internet voran, wie eine aktuelle Studie zeigt. Gab es 2012 vor Start der Breitbandinitiative II noch 700 Gemeinden mit weißen Flecken in der Internet-Grundversorgung, so sind es heute noch etwa 200 Ortsteile.

„Schnelles Internet ist ein wichtiger Wohn- und Wirtschaftsfaktor, dessen flächendeckender Ausbau große Investitionen erfordert. Baden-Württemberg setzt mit seiner Breitbandinitiative II auf die Zusammenarbeit von Landkreisen und Gemeinden, um Synergien und Einsparpotentialen zu heben. Wie eine aktuelle Studie zeigt, mit Erfolg: Gab es 2012 vor Start der Breitbandinitiative II noch 700 Gemeinden mit weißen Flecken in der Internet-Grundversorgung, so sind es heute noch etwa 200 Ortsteile“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde am Rande von Gesprächen über den Breitbandausbau in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Brüssel.

Nach Angaben des TÜV Rheinland hätten 99,4 Prozent der Haushalte Baden-Württembergs eine Grundversorgung von mindestens zwei Megabit pro Sekunde. 68 Prozent der Haushalte hätten die Möglichkeit, Hochgeschwindigkeitsnetze mit 50 Megabit pro Sekunde oder mehr zu nutzen.

Ab 2015 deutlich mehr Geld für schnelles Internet
„Das Land fördert den Breitbandausbau zukünftig noch stärker und will die jährlichen Mittel von bisher 11,7 Millionen Euro ab 2015 auf 30,9 Millionen Euro jährlich erhöhen. Damit unterstützen wir die für den Breitbandausbau zuständigen Kommunen, wo der Markt versagt“, sagte Bonde. Baden-Württemberg investiere auch Geld in die Erforschung innovativer Verfahren: Das Land hatte die Entwicklung von Verfüllbaustoffen für das Microtrenching in Auftrag gegeben, die Ergebnisse seien in eine bundesweite Empfehlung eingeflossen. „Zugleich suchen wir weiter nach Sparpotenzialen. Denn 80 Prozent der Ausbaukosten entfallen nach wie vor auf die notwendigen Bautätigkeiten, vor allem auf die Tiefbaumaßnahmen. Hier gilt es durch das Zusammenwirken mit anderen Versorgungsunternehmen oder den Einsatz neuer Technologien Kosten einzusparen“, so Bonde. Neue Techniken seien zum Beispiel Mikro- und Minitrenching, die Verlegung in Abwasserleitungen oder die Mitverlegung bei anderen Infrastrukturvorhaben. Mit der Umsetzung der vor kurzem beschlossenen Kostenreduzierungsrichtlinie der EU in deutsches Recht könnten weitere Mittel gespart werden.

Weitere Informationen
Baden-Württemberg nimmt bei der Breitbandversorgung unter den Flächenländern eine Spitzenposition ein. Mit der Neuausrichtung der Breitbandförderung hat die Landesregierung die Anstrengungen verstärkt, den Ausbau von Hochleistungsnetzen voran zu bringen. Das EU-Wettbewerbsrecht setzt dabei einen strengen Rahmen für staatliche Beihilfen. Die Landesregierung unterstützt innerhalb dieses Rahmens die für den Breitbandausbau zuständigen Kommunen und Landkreise, um in einem teilweise schwierigen Marktumfeld diesen wichtigen Bereich zu fördern. (PM) Bild: Symboldarstellung

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