Kraichgauer Wälder werden gekalkt

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAMit Kalk die Waldböden verbessern – Waldkalkung ab Mitte August im nördlichen und ab Oktober im südlichen Kreisgebiet     

Kreis Karlsruhe. Mitte August beginnt im Staatswald auf den Gemarkungen Kirrlach, Kronau, Langenbrücken, Hambrücken, Weiher, Bruchsal und Forst sowie im Kommunalwald von Graben-Neudorf eine Waldkalkungsaktion. Ab Oktober wird ebenfalls im Kommunalwald von Malsch gekalkt. Die Kalkungsflächen liegen in der Hardt und Lußhardt. Die Aktion dauert circa elf Wochen und soll Ende Oktober abgeschlossen sein. Das Forstamt im Landratsamt Karlsruhe bittet die Waldbesucher, während der Arbeiten die Waldgebiete nicht zu betreten. An den Waldeingängen werden Hinweisschilder angebracht.

„Nachdem der Säureeintrag durch die vom Gesetzgeber veranlasste Einführung von Filtersystemen spürbar zurückgegangen ist, erwarten wir Forstleute durch die Kalkung jetzt eine Regeneration tieferer Bodenschichten und damit eine Steigerung der Widerstandskraft der behandelten Waldbestände“ begründet der Leiter des Forstamts im Landratsamt Dr. Bernhard Peichl die Aktion. Das Ausbringen von Naturkalk neutralisiert die in die Böden eingebrachten Luftschadstoffe, puffert die langfristige Bodenversauerung der Waldböden, erweitert die Durchwurzelungstiefe der Bäume und dient damit der Pflege stabiler Mischwälder. Daneben profitieren für die Umsetzung des Humus sowie für die Bodenbelüftung wichtige Organismen wie Regenwürmer, Pilze und Bakterien.

Die aktuelle Aktion ist der vierte Teil eines auf zehn Jahre angelegten Kalkungsprogramms für den rund 13.000 Hektar umfassenden Staatswald im Landkreis Karlsruhe. Das Konzept wurde auf der Grundlage von Daten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt über kalkungswürdige Flächen erarbeitet. Kommunen und Städte, die solche Flächen besitzen, können sich der Kalkungsaktion im Staatswald anschließen. Für die Kalkungen standen in den vergangenen Jahren ausreichend Fördermittel zur Verfügung.

Der erdfeuchte Kalk wird in einer Dosierung von drei Tonnen je Hektar vom Helikopter oder von geländegängigen Fahrzeugen mittels leistungsstarker Gebläse aus verteilt. Die Dosis entspricht 300 Gramm Kalk je Quadratmeter Waldfläche. Durch die Befeuchtung des Materials ist die Staubentwicklung gering.

Für Rückfragen steht das Forstamt unter Tel. 0721/9366577 zur Verfügung. Informationen zur Bodenschutzkalkung sind ab 25. August zusätzlich auch auf der Internetseite des Landratsamtes unter Bürgerservice / Ämter und Ansprechpartner / Forstamt erhältlich.

PM LRA KA

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