Kraichgau bewirbt sich um Leader-Status

kraichgauWie eine ländliche Insel liegt der Kraichgau inmitten einer sonst durch Großstadtstrukturen geprägten Region. Er ist eine gewachsene Kulturlandschaft, charakterisiert durch Korn und Wein, durch gute Naherholungsmöglichkeiten und vor allem durch Menschen, die sich eine regionale Identität bewahrt haben. Aber das ländliche Leben hat nicht nur Vorteile: Nahversorgung, Arbeitsplatzangebot und Verkehrsinfrastruktur dünnen aus, viele junge Menschen – vor allem gut ausgebildete junge Frauen – zieht es in die Städte. Da sind Ideenreichtum, Zusammenarbeit und die Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner gefragt, um das Leben auf dem Lande weiterhin attraktiv zu gestalten. Siebzehn Städte und Gemeinden von Östringen bis Gemmingen und von Meckesheim bis Oberderdingen haben sich dieser Herausforderung gestellt und bewerben sich um den Status einer LEADER-Region. Verwaltungsgrenzen spielen dabei keine Rolle, wie der Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises Nils Drescher erklärt: „In diesem Projekt arbeiten die beteiligten Kommunen der Landkreise Rhein-Neckar, Heilbronn und Karlsruhe und natürlich auch die Verantwortlichen in den Landkreisen selbst sehr eng zusammen.“
LEADER ist eine Abkürzung aus dem Französischen und steht für ein EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum. Besonders wichtig: Entwicklungsinitiative und Projekte sollen von den Akteuren der Region selbst ausgehen. Ist die Bewerbung erfolgreich, kann sich der Kraichgau über zusätzliche Fördermittel freuen. Zuvor aber muss ein Entwicklungskonzept geschrieben werden. „Wir lassen die spezifischen Stärken und Schwächen und unsere besonderen Potenziale erfassen“ erläutert Angelo Castellano vom Landkreis Karlsruhe, von dem die Städte und Gemeinden Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Östringen, Sulzfeld und Zaisenhausen beteiligt. sind. „Dazu möchten wir direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern im Kraichgau ins Gespräch kommen. In das Konzept soll möglichst viel lokaler Sachverstand einfließen.“

Die drei Landkreise laden alle Interessierten, die im Kraichgau etwas bewegen möchten, für den 27. März 2014 von 17 Uhr 30 bis 20 Uhr 30 Uhr zum ersten Regionalforum in die Sonnenberghalle nach 74918 Angelbachtal, Schulstraße 28 ein. Angesprochen sind Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen und Verbänden, Wirtschaft und Landwirtschaft, sozialen und kulturellen Initiativen, Kommunen und natürlich private Projektinitiatorinnen und –initiatoren oder einfach nur interessierte Bürgerinnen und Bürger, egal ob jung oder alt. Anmeldung und weitere Informationen ab 13. März 2014 unter www.kraichgau-gestalte-mit.de oder über das Amt für Nahverkehr und Wirtschaftsförderung Barbara Schäuble, Landratsamt Rhein-Neckar, Tel. 06221/522-2501.

Pressedienst Landratsamt Karlsruhe vom 07.03.2014

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