Kaum Kriminalität in Östringen

Kaum Kriminalität in Östringen
Sicheres Östringen

Kriminalitätsbelastung verharrt auf niedrigem Niveau

Polizeivertreter berichteten im Gemeinderat

„Sie leben im europaweiten Vergleich in einem besonders sicheren Land, innerhalb Deutschlands in einem besonders sicheren Bundesland, auf der Ebene von Baden-Württemberg in einer besonders sicheren Region und innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe dürfen der Landkreis Karlsruhe, in letzterem die Stadt Östringen, als besonders sicher gelten!“ – mit diesen Worten ordnete jetzt Revierleiter Gerd Volland vom Polizeirevier Bad Schönborn bei der Vorstellung des aktuellen Kriminalitätsberichts für Östringen im Gemeinderat die aktuellen statistischen Kennzahlen der Kriminalitätsstatistik für die Kraichgaustadt in einen größeren Zusammenhang ein. Wie Volland und sein Stellvertreter Stefan Lang vermelden konnten, hatte die Polizei im vorigen Jahr im Bereich der Stadt Östringen erneut weniger Straftaten als im vorangegangenen Vergleichszeitraum zu registrieren. Während in 2012 noch 454 strafwürdige Delikte aktenkundig geworden waren, verringerte sich diese Zahl nachfolgend sukzessive bis auf 366 Fälle in 2015.

Wie die Bürgervertreter erfuhren, musste die Polizei zuletzt 38 Roh-heitsdelikte sowie 89 Diebstähle ohne erschwerte Umstände, also beispielsweise, wenn Langfinger Wertsachen aus einem nicht verschlossenen Auto entwendeten, aufnehmen. Zu verzeichnen waren außerdem 62 Diebstähle mit erschwerten Umständen und lediglich elf Wohnungseinbrüche, von denen nach Angaben der Polizei zudem mehr als die Hälfte „im Versuchsstadium“ steckenblieben. Registriert wurden darüber hinaus sieben Sexualstraftaten, indessen keine Vergewaltigungen oder etwa Straftaten gegen Kinder, sondern vielmehr sexuelle Belästigungen. Aktenkundig wurden letztes Jahr in Östringen darüber hinaus 55 Vermögens- und Fälschungsdelikte, größtenteils Fälle des sogenannten Internetbetrugs, und außerdem 32 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Bei der sogenannten „Häufigkeitszahl“, einer statistischen Kenngröße, mit der für jede Kommune die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten auf 100.000 Einwohner hochgerechnet und damit vergleichbar gemacht wird, liegt Östringen für 2015 erneut deutlich besser als beispielsweise die Nachbargemeinden Bad Schönborn, Ubstadt-Weiher und Kronau. Die Aufklärungsquote der Polizei hinsichtlich der in Östringen erfassten Delikte gab Revierleiter Volland mit 51,4 Prozent an.

„In allen vier Ortsteilen finden die Bürger somit ein sehr sicheres Umfeld vor, man kann abends ausgehen, es gibt kaum Pöbeleien und auch als Frau kann man sich hier in dieser Stadt sicher fühlen“, fasste Revierleiter Volland bei der Berichterstattung im Gemeinderat seine Eindrücke zur aktuellen Kriminalitätsbelastung in Östringen zusammen. Die Polizei, auch dies wurde von Gerd Volland betont, sieht bislang auch keinen Beleg dafür, dass sich der zuletzt verstärkte Zustrom von Flüchtlingen nachteilig auf die Kriminalitäts- und Sicherheitslage auswirke.

Zur Östringer Verkehrslage des vorigen Jahres konnte Revierleiter Volland informieren, dass von Januar bis Dezember 256 Unfälle registriert wurden, gegenüber 268 in 2013 und 246 in 2014. Bei 26 Unfällen war Personenschaden zu beklagen, in der Statistik sind 23 leicht verletzte und 10 schwer verletzte Verkehrsteilnehmer erfasst. Alkohol- oder Drogeneinfluss spielte im Unfallgeschehen des vorigen Jahres keine Rolle, eine gewisse Häufung von Unfällen war erneut für die Östringer Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 292 zu vermelden.

Das für die Östringer Hauptstraße bestehende Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr kann die Polizei aus personellen Gründen lediglich vereinzelt überwachen, wie Revierleiter Volland vor dem Gemeinderat einräumte. Das Hauptaugenmerk der Ordnungshüter gelte derzeit, auch unter Berücksichtigung der Vorgaben der übergeordneten Polizeibehörden, vielmehr der Terrorismusbekämpfung, der Handhabung des Zustroms von Flüchtlingen sowie der Aufrechterhaltung eines intensiven Überwachungsdrucks zur Vermeidung von Wohnungseinbrüchen.

Redaktion: Wolfgang Braunecker

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