Kardiologische Diagnostik mit neuartigem Eventrecorder – Bruchsal führend mit modernster Technik

eventrecorderBei der Diagnose von wiederholt aufgetretenen unklaren Ohnmachts- oder Schwindelanfällen werden an der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal schon seit Jahren sogenannte Eventrecorder eingesetzt. Eventrecorder sind implantierbare Herzmonitore, mit denen der Herzrhythmus aufgezeichnet wird und Unregelmäßigkeiten dokumentiert werden können.

Nun ist ein Produkt der neuesten Generation auf dem Markt, das im Gegensatz zum bisher eingesetzten Gerät bezüglich Gewicht und Volumen wesentlich kleiner und leichter ist. War der bisher eingesetzte Monitor noch nahezu so groß wie ein Feuerzeug und 15 Gramm schwer, weist der neue nur noch eine Größe von zwei Streichhölzern und ein Gewicht von 2,5 Gramm auf – und dies sogar bei verbesserter Funktionalität.

Prof. Dr. Bernd Kohler, Chefarzt der Medizinischen Klinik, Prof. Dr. Martin Andrassy, Sektionsleiter der Kardiologie und Oberarzt Dr. Tobias Riexinger freuen sich, dass die Kardiologie an der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal ihren Patienten nunmehr dieses innovative und wegweisende Produkt anbieten kann.

Die Implantation eines Überwachungsmonitors kommt vor allem für Patienten in Frage, die mehrfach ohne erkennbare Ursache bewusstlos wurden oder häufiger unter Benommenheit, Schwindelanfällen oder Bewusstlosigkeit leiden. Da diese Phänomene oftmals völlig unerwartet auftreten, ergeben die darauf folgenden herkömmlichen Untersuchungen in der Regel keine gesicherten Ergebnisse. Ein implantiertes Überwachungsgerät ermöglicht es, den Herzrhythmus eines Patienten über einen längeren Zeitraum 24 Stunden täglich zu überwachen.

Der Eventrecorder wird unter örtlicher Betäubung links neben dem Brustbein steril unter die Haut geschoben und ist aufgrund seiner minimalen Größe dort kaum zu spüren. Der Patient muss auf seine gewohnten Aktivitäten nicht verzichten, da der Herzmonitor kabellos funktioniert.

Die Batterie des Geräts hält drei Jahre. Während dieser Zeit überwacht es Tag und Nacht permanent den Herzrhythmus des Patienten. Das Gerät erkennt Unregelmäßigkeiten automatisch und speichert sowohl die Störung als auch das EKG. Die Daten kann der Arzt in der Klinik oder der niedergelassene Kardiologe mit einem externen Programmiergerät abrufen. Die Verbindung zum implantierten Herzmonitor wird dabei über eine drahtlose Funkverbindung hergestellt.

Obwohl das neue Produkt erst seit kurzem zur Verfügung steht, ist es bereits bei zehn Patienten der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal im Einsatz, die seine Vorteile gewissermaßen hautnah spüren. Sie sind durchweg zufrieden mit den Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie mit der praktischen Handhabung des Geräts.

Pressemitteilung: Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal/Petra Dehn

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