Immer weniger Schlachtungen in der Region

FleischuntersuchungJahresbericht zeigt: Schlachtzahlen immer noch rückläufig – Landkreis weiterhin BSE-, TSE- und Trichinenfrei

Kreis Karlsruhe. Ein Aufgabenschwerpunkt der sieben amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte sowie drei amtlichen Fachassistenten liegt auf den Schlachttier- und Fleischuntersuchungen, die im vergangenen Jahr bei insgesamt 16.629 Schlachttieren durchgeführt wurden, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Dies geht aus dem Jahresbericht zur Fleischhygiene hervor. 2.109 Rinder, 14.327 Schweine, 180 Schafe (einschl. Lämmer) und 13 Ziegen wurden in den gewerblichen Schlachtbetrieben im Landkreis Karlsruhe untersucht. Hinzu kommen 199 Rinder, sieben Kälber, 418 Schweine, 323 Schafe und 44 Ziegen aus Hausschlachtungen. In den zugelassenen Wildbearbeitungsbetrieben des Landkreises wurden zudem je rund 400 Stück Reh – und Schwarzwild sowie geringe Mengen an Rot- und Damwild zur Fleischuntersuchung vorgestellt. Das Fleisch von neun Schweinen wurde als untauglich beurteilt und musste ordnungsgemäß entsorgt werden. Während im privaten Bereich die Anzahl der im Landkreis Karlsruhe vorgenommenen Schlachtungen stabil war, gehen die Schlachtzahlen im gewerblichen Bereich weiter zurück.

Der gesetzlich vorgeschriebene BSE-Test wurde bei 31 Rindern mit negativem Ergebnis durchgeführt. Die vier Stichproben bei Schafen und Ziegen ergaben ebenfalls negative Ergebnisse auf TSE (Transmissible Spongiforme Enzophalopathie). Auch die auf Trichinen untersuchten Wildschweine, deren Zahl sich um ca. 10 % auf 3.684 verringert hat, wiesen keinen Befund auf.

Weiterer Arbeitsschwerpunkt sind Betriebskontrollen in den EU-zugelassenen Betrieben, die Erzeugnisse tierischen Ursprungs herstellen. Im vergangen Jahr wurden 95 Kontrollen im Rahmen der Lebensmittelhygieneüberwachung durchgeführt. Dabei musste in einem Fall ein Strafverfahren eingeleitet werden, da die Herstellung von Rinderhackfleisch in dem Betrieb für den Verbraucher gesundheitsschädlich war. Des Weiteren wurden 19 Bußgeldverfahren wegen schwerwiegender Mängel in der Betriebs- und Arbeitshygiene eingeleitet. Weitere Beanstandungen zogen 21 behördliche Anordnungen nach sich, um bauliche Mängel in den Betrieben zu beseitigen. In acht Fällen mussten die Forderungen mit verwaltungsrechtlichen Zwangsmitteln durchgesetzt werden. (LRA KA)

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