Hambrücker Amerika-Auswanderer kehren heim

USA Besuch Misch_Brown 2014_0004Zu einer Stippvisite im Dorf ihrer Vorfahren weilte die Großfamilie von Mary und Philip Brown nun bereits zum zweiten Mal in Hambrücken. Die Vorfahren von Mary Brown und ihrer Schwester Doris Myers, die anders als noch 2009 die Reise diesmal aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten konnte, wanderten im Jahr 1871 aus Hambrücken in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Sie lebten dort im Bundesstaat Indiana als Bauern. Mary Brown und ihr Mann Philip leben noch heute in der Nähe der Hauptstadt Indianapolis, ihre Schwester Doris und ihr Mann Ralph Myers wohnen ca. 130 km entfernt zwischen Chicago und Indianapolis. Mary Brown arbeitete früher als Lehrerin, ihr Mann Philip beim Staat Indiana im Sozialbereich. Mit dabei waren dieses Mal die drei Töchter von Mary und Philip Brown, nämlich Krista mit ihrem Mann Graeg, Kara mit ihrem Mann Adam sowie die dritte Tochter Erika und insgesamt vier Enkel.

Vor 143 Jahren ging es über den großen Teich – direkt in den wilden Westen

Die zwölfköpfige Reisegruppe nutzte ihren Besuch in Hambrücken dazu, die entfernten Angehörigen der ortsansässigen Familien Köhler, Misch und Rupp zu besuchen. So gab es am Samstag im Haus von Melitta und Josef Misch in der Hansjakobstraße ein großes Zusammentreffen. Auch Bürgermeister Thomas Ackermann ließ es sich nicht nehmen, die weitgereisten Besucher in Hambrücken zu begrüßen und überreichte als Andenken ein kleines Geschenkpaket, bestehend aus den Büchern zum 850jährigen Gemeindejubiläum, der Gemeindetasse sowie einer Postkarte.

Zustande gekommen war der Kontakt im Jahr 2008 im Rathaus bei Fachbereichsleiter Jochen Köhler, wo sich Mary Brown per E-Mail gemeldet und um Hilfe bei der Ahnenforschung ersucht hatte. Bei ihrem ersten Besuch im Jahr 2009 in Hambrücken war daher auch der Hambrücker Ahnenforscher Willi Simianer Begleiter der Reisegruppe, der sich des Anliegens von Frau Brown angenommen hatte. Auf seine Anregung hin wurde der Familie auch eine Kopie des Hambrücker Familienbuches übergeben, so dass diese selbst weitere Nachforschungen anstellen konnte.

Insgesamt gastieren die zwölf Personen vom 26. Juni bis zum 4. Juli 2014 in Deutschland. Am Tag der amerikanischen Unabhängigkeitsfeier reisen sie wieder nach Hause. Die Familien wohnen in einem großen Ferienhaus in Baden-Baden und haben es sich auch bei ihrem diesjährigen Besuch in Hambrücken nicht nehmen lassen, der Pfarrkirche St. Remigius und dem Friedhof einen Besuch abzustatten. Bis zu ihrer Abreise steht nun noch ‚Sightseeing‘ in Deutschland auf dem Programm. Unter anderem will man das Schloss Neuschwanstein sowie den Speyerer Dom besichtigen. Den Männern der Reisegruppe liegt außerdem ein Besuch im Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen sehr am Herzen.(jk)

 

 

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