Hambrücken nimmt neun Asylbewerber auf

Hambrücken nimmt neun Asylbewerber auf
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Einstimmig beschloss der Gemeinderat Hambrücken die Unterbringung von insgesamt neun Asylbewerbern im Wohnhaus der ehemaligen Gaststätte „Grüner Baum“.

Dies könne, so war sich das Gremium einig, nur ein erster Schritt sein und man müsse sich nun rasch Gedanken darüber machen, wie die Gemeinde Hambrücken ihrer Pflicht zur Unterbringung weiterer Menschen gerecht werden könne.  Alle Gemeinderatsfraktionen betonten die Pflicht der Gemeinde, für eine menschenwürdige Unterbringung der Asylbewerber zu sorgen.  Ragnar Watteroth, zuständiger Dezernent des Landratsamtes Karlsruhe hatte dem Gemeinderat zuvor ausführlich die Hintergründe und die rasant steigende Zahl an Flüchtlingen im Landkreis Karlsruhe erläutert. Die Gemeinde Hambrücken werde bis Ende des kommenden Jahres weitere 19 Personen aufnehmen müssen, was jedoch aufgrund der derzeitigen Entwicklungen nur ein Zwischenstand sein könne.

Watteroth schilderte eindrücklich die Entwicklung im Landkreis Karlsruhe, der auf der Grundlage der jetzigen Prognose bis Ende 2015 selbst 3.500 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber, die sich im laufenden Anerkennungsverfahren befinden, bereitstellen müsse. Diese Gemeinschaftsunterkünfte werden im gesamten Landkreis errichtet und betrieben. Auch sucht der Landkreis derzeit laufend neue Räumlichkeiten für Gemeinschaftsunterkünfte. Nach Abschluss des Verfahrens werden die Menschen nach einem feststehenden Schlüssel auf die jeweiligen Landkreiskommunen verteilt, wo diese dann untergebracht werden. Allen Gemeinderatsfraktionen war es darüber hinaus wichtig zu betonen, dass es mit der Unterbringung der oftmals von Krieg und Verfolgung traumatisierten Menschen nicht getan sei. Es müsse auch eine entsprechende Betreuung folgen, wofür Watteroth die Unterstützung des Landkreises zusicherte.

Sowohl Bürgermeister als auch die Gemeinderäte betonten mehrfach, dass beim Erwerb des Geländes „Grüner Baum“ in der Kirchstraße in Hambrücken, welches ursprünglich zu Zwecken des Landessanierungsprogrammes gekauft worden war, noch nicht absehbar war, dass dieses einmal zur Unterbringung von Asylanten genutzt werden müsste. Die derzeitige Situation lasse der Gemeinde jedoch keinen Handlungsspielraum mehr und man müsse jetzt nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten Ausschau halten. Wichtig sei darüber hinaus auch eine rechtzeitige und umfassende Information der Bürgerschaft, deren Sorgen und Ängste selbstverständlich ernst genommen würden, hieß es. (jk)

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