Hambrücken beteiligt sich an Flussgebietsuntersuchung „Duttlacher Graben“

BachHambrücken (jk) Beteiligung an der Flussgebiets-Untersuchung für den Duttlacher Graben ja, Kostenübernahme nein, so lautete das einstimmige Votum des Hambrücker Gemeinderates.  Zuvor hatten Bürgermeister Thomas Ackermann, sowie Dr.-Ing. Gerd Schiffler vom Planungsbüro Wald & Corbe ausführlich über den Sachverhalt informiert. So werde die begrenzte Leistungsfähigkeit des Duttlacher Grabens im Hochwasserfall bereits heute überschritten.

Dies hat für diejenigen Städte und Gemeinden, die im Hochwasserfall dort einleiten, negative Auswirkungen. Ziel der Flussgebietsuntersuchung ist es, den geregelten Abfluss auch im Hochwasserfall zu gewährleisten. Auch eine Erhöhung der aufzunehmenden Wassermenge wird seitens der beteiligten Gemeinden angestrebt. Hierfür muss der Bestand des Gewässerlaufes mit sämtlichen Zu- und Abflüssen sowie Schwachstellen erfasst und in einem Modell dargestellt werden. Umfangreiche Berechnungen zeigen die Abflussereignisse auf und bieten Aussage über den Hochwasserschutzgrad. Aus diesem Modell können dann Maßnahmen für ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt werden. Alle diese Ziele werden seitens der Gemeinde Hambrücken mitgetragen, wobei sowohl Theo Mahl für die CDU-Fraktion, Karl Heinz Debatin für die Fraktion der Freien Wähler und auch Werner Schönek für die SPD betonten, dass die Kosten hierfür diejenigen Städte und Gemeinden zu tragen haben, die dann auch den Vorteil im Hochwasserfall erhalten und von der Untersuchung profitieren.

Laut dem von der Stadt Bruchsal als federführende Gemeinde vorgelegten Kostenverteilungsschlüssel, welcher sich an der Länge der Strecke des Duttlacher Grabens auf den jeweiligen Gemarkungen orientiert, hätte die Gemeinde Hambrücken mit rund 13.000 € den dritthöchsten Anteil der beteiligten fünf Kommunen übernehmen müssen und damit sogar mehr als die Stadt Bruchsal und die Gemeinde Ubstadt-Weiher für die Untersuchung bezahlt. So beschloss das Gremium nun zwar die grundsätzliche Beteiligung an der Flussgebietsuntersuchung, die auch als positiv erachtet wird. Man wolle jedoch, dass ein anderer Verteilerschlüssel gefunden werde, um die Kosten gerechter nach der eingeleiteten Wassermenge oder den angeschlossenen Flächen neu festzulegen, hieß es.

Man werde das Projekt konstruktiv begleiten und sich auch weiteren Maßnahmen, die sich daraus ergeben, nicht verschließen. Großen Wert legte der Gemeinderat jedoch auch darauf, dass mit für die Zukunft vorgesehenen Maßnahmen im Rahmen der Flussgebietsuntersuchung keinerlei Beeinträchtigung des Grundwasserstandes in Hambrücken einhergehen dürfen.

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