UPDATE: Großbrand in Zaisenhausen verursacht 100.000 Euro Sachschaden

Gleich drei Gebäude waren von einem Großbrand in der Ortsmitte von Zaisenhausen am späten Donnerstagabend betroffen. Durch den entschlossenen und schnellen Einsatz von rund 70 Feuerwehrleuten konnte noch weitaus größerer Schaden in dem eng bebauten Bereich verhindert werden.
Gegen 22.30 Uhr war das Feuer in der Bahnbrücker Straße bemerkt worden. Da zunächst gemeldet worden war, dass ein Wohnhaus brennen würde, wurden von der Feuerwehrleitstelle in Karlsruhe neben der Feuerwehr Zaisenhausen auch die Wehr aus Sulzfeld sowie die Feuerwehr Oberderdingen mit den Abteilungen Oberderdingen und Flehingen alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand ein als Garage und für Hobbyräume genutztes zweigeschossiges Nebengebäude bereits vollständig in Flammen. Der Brand hatte schon auf eine zum Wintergarten ausgebaute Scheune in der Augartenstraße übergegriffen und drohte noch eine weitere Scheune, in der bereits Stroh glimmte, zu erfassen.

IMG_6038Da an einen Innengriff zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken war, konzentrierte sich die Feuerwehr darauf, mit Riegelstellungen ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern. Dabei kamen vier C-, ein B- sowie ein Wenderohr der Drehleiter aus Oberderdingen von verschiedenen Seiten von der Bahnbrücker Straße und der Augartenstraße zum Einsatz. So gelang es, die beiden anderen betroffenen Gebäude zu halten.
Enorm aufwändig waren jedoch die weiteren Löscharbeiten: Während in der ausgebauten Scheune das Dach und die Decke geöffnet werden mussten, um Brandnester zu beseitigen, brannte es in dem Gebäude, in dem das Feuer mutmaßlich ausgebrochen war, weiter unter dem Dach. Um dem Feuer endgültig den Garaus machen zu können, mussten übrig gebliebene Teile des durchgebrannten Dachkonstruktion vom Korb der Drehleiter aus geöffnet und abgelöscht werden. Dies gestaltete sich aufgrund der engen Bebauung als schwierig, konnte jedoch von der Feuerwehr durch Umsetzen der Drehleiter in einen engen Hof bewerkstelligt werden.
Gegen 0.45 Uhr konnten die ersten Kräfte aus dem Einsatz, der noch mehrere Stunden andauerte, herausgelöst werden.

IMG_6073Insgesamt waren unter Leitung von Kommandant Erik Stephan 70 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurde der Einsatzleiter von der gemeinsamen Führungsgruppe der Feuerwehren Zaisenhausen und Sulzfeld sowie Kreisbrandmeister Thomas Hauck und dessen Stellvertreter Ullrich Koukola. Als Feuerprobe im wahrsten Sinne des Wortes erwies sich Brand auch für die sich erst seit wenigen Tagen im Amt befindliche Bürgermeistern Cathrin Rübenacker, die ebenfalls an der Einsatzstelle war.
Der Rettungsdienst war unter der Führung des Organisatorischen Leiters Matthias Wahl mit zwei Notarzteinsatzfahrzeugen, zwei Rettungswagen und den DRK-Bereitschaften Zaisenhausen und Sulzfeld vor Ort.
Der Sachschaden an den Gebäuden und einem Fahrzeug, das sich noch in der Garage befand, dürfte nach ersten Schätzungen 100.000 Euro erreichen. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

UPDATE 2:

Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats
Bruchsal in Zusammenhang mit dem Scheunenbrand am Donnerstag gegen
22.30 Uhr, haben ergeben, dass der 12-jährige Sohn der betroffenen
Familie heiße Asche neben einem Holzstapel entsorgt hatte. Dieser
entzündete sich durch die Glut, wodurch die gesamte Scheune
schließlich in Brand geriet.

 

Text und Bilder: Thomas Reiff

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