Graffiti-Projekt: Gondelsheimer Schüler verschönern Trafostation

Gondelsheimer Schüler verschönern Trafostation
v.l. René Sulzer (Graffiti-Künstler), Markus Rupp (Bürgermeister), Christina Mühl (Konrektorin), Manfred Haag (Rektor), Schüler der neunten und zehnten Klasse

Neues Schmuckstück für die Kraichgauschule

Acht- und Neuntklässler verwandeln Trafostation in ein Kunstwerk

Verschmiert, renovierungsbedürftig, einfach in die Jahre gekommen – so sahen die Trafostation und der überdachte Fahrradständer am Aufgang zur Kraichgauschule in Gondelsheim bisher aus. Damit ist nun Schluss. Die Unterstellmöglichmöglichkeit für die Zweiräder erstrahlt in einem dunklen Grauton, der genau jenem der Sitzbänke im dahinter liegenden neu errichten Spielplatz entspricht. Und auf dem Trafohäuschen prangern groß die drei Buchstaben KGS – die Abkürzung für Kraichgauschule Gondelsheim. Die sind eingebettet in die Darstellung des Ortes und der Kraichgaulandschaft aus der Vogelperspektive. Verantwortlich dafür sind sieben Schüler aus den Klassen neun und zehn. Konzeption und Umsetzung nahmen sie selbst in die Hand. „Ein bewundernswertes Engagement“, lobte Bürgermeister Markus Rupp die Eigeninitiative der Schüler und fügte hinzu: „Das zeigt auch, wie gut die Kraichgauschule ihren Bildungsauftrag erfüllt, jungen Menschen Eigenverantwortung zu vermitteln.“ Den neu gestalteten Eingangsbereich zur Schule bezeichnete er als echtes Schmuckstück. Ermöglicht hat dies der Bürgermeister durch den Kontakt zum Künstler und Profi-Sprayer René Sulzer und die Einholung der Genehmigung bei der EnBW.

„Graffiti, das ist weit mehr als das Draufdrücken auf die Spraydose“, lautet einer seiner wichtigsten Botschaften für die Jugendlichen. Dass dahinter harte Arbeit steckt, merkten die Nachwuchskünstler schnell. Zuerst galt es die Grundlagen zu legen und das Verständnis für die Graffiti-Kunst zu schaffen. Ab Januar traf sich die Gruppe wöchentlich, machte sich Gedanken über das Motiv, die Farben und fertigte entsprechende Skizzen an. Das mündete nun in die dreitägige Umsetzungsphase. Auch das kein einfaches Unterfangen. Alles abbürsten, Rostflecken entfernen, Löcher und Dellen im Putz ausbessern. Da erlebten die Jugendlichen, warum René Sulzer zuvor so viel Wert auf die handwerkliche Basis gelegt hat. Dem folgte das Auftragen der Grundskizze. Und erst dann ging es ans sprayen. Braun- und Grüntöne dominieren dabei – die Farben der Wiesen, Wälder und Felder, die den Kraichgau prägen. Aus der Trafostation ist so ein Kunstwerk geworden mit der Kraichgauschule und Gondelsheim im Zentrum sowie der umliegenden Landschaft. Und den Jugendlichen bereitete das Graffiti-Projekt nicht nur sichtbaren Spaß und Freude, sie lernten so nebenbei auch einiges. Neben den handwerklichen Fertigkeiten erlebten sie, was es bedeutet, in einer Gruppe zu arbeiten. Aufeinander Rücksicht nehmen, sich absprechen, Kompromisse finden und die Erkenntnis, dass jeder seinen Teil zum Gesamtwerk beiträgt.

 

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