Giftstoff in Grundwasser um Bruchsaler Mülldeponie gefunden

chemieUPDATE 29.5.2014
Zur definitiven Klärung und vorsorglich wurde aber vom Zweckverband eine zusätzliche Untersuchung diverser Brunnen gefordert und auch am Wasserwerk selbst soll durch eine jetzt durchgeführte Beprobung der Nachweis geliefert werden, dass das Trinkwasser völlig unbelastet ist. Mit dem Ergebnis wird bis Ende nächster Woche gerechnet.Es ist ferner vorgesehen, die Angelegenheit mit Experten öffentlich im Ausschuss für Umwelt und Technik der ortsnahen Gemeinde Ubstadt-Weiher zu beraten. Momentan ist aber von keiner Gefährdung des Trinkwassers auszugehen. Es handle sich bei der seit Anfang an bekannten Altemission im Vorland der Deponie um belastetes Grundwasser, das viele Belastungen aufweise und deshalb auch ständig beprobt werde, ob sich dieses Grundwasser bewegt. Von der Gemeinde seien vor Jahren diese Abwehrpegel am Rande des Wasserschutzgebietes gefordert worden, die jetzt auch den Nachweis lieferten, dass sich die Altemission bisher nicht auf das Wasserschutzgebiet zubewegt. Sobald definitive Ergebnisse vorliegen wird weiter berichtet.

Bei Untersuchungen des Grundwassers im Umfeld der Bruchsaler Kreismülldeponie entdeckten Experten kürzlich Spuren des giftigen Vinylchlorides. Dabei handelt es sich um ein narkotisierendes Gas, das als krebserregend gilt. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Fundes wurde vom Zweckverband Wasserversorgung „Kraichbachgruppe“ ein Fachingenieurbüro zur näheren Untersuchung beauftragt.
Erste Ergebnisse liegen nun laut einer Pressemeldung der Gemeinde Forst, welche dem Zweckverband angehört – vor. So handelt es sich bei den Spuren von Vinylchlorid aller Wahrscheinlichkeit nach um Altlasten aus biologischen Abbauvorgängen aus dem Deponieumfeld. Die Ursachen für diese Reaktionen sind bisher unbekannt. Mögliche Ursachen könnten frühere Erdölförderungen, Belastungen nahe der Eisenbahnlinie oder nicht näher bekannte Chemikalien sein.

Eine Gefährdung des Trinkwasserschutzgebietes besteht nicht.

Für die Bevölkerung besteht aktuell keine Gefährdung. Die Kleinstmengen an Vinylchlorid werden durch Abbauprozesse immer weiter verringert. Die zuständigen Behörden, das Regierungspräsidium Karlsruhe und die untere Wasserbehörde, sind eng in die Situation eingebunden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb will nun bis spätestens zum Herbst dieses Jahres prüfen ob und wenn ja welche Maßnahmen erforderlich werden.

Quelle: Gemeinde Forst
Bild: Symboldarstellung

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