General Winter auf Besuch im Kraichgau

General Winter auf Besuch im KraichgauÖstringer Bauhof im Dauereinsatz gegen Schnee- und Eisglätte

Nachdem der Winter zum Jahresende auch im Kraichgau mit Macht Einzug gehalten hat, sind die Einsatzgruppen des Östringer Bauhofs seit Wochenbeginn im Dauereinsatz, um im Interesse der Verkehrsteilnehmer die weiße Pracht zumindest auf den öffentlichen Straßen, Wege und Plätzen einigermaßen zu bändigen. Der erste richtige Kälteeinbruch der Saison kam zwar durchaus zu einem günstigen Zeitpunkt, denn zwischen den Feiertagen waren keine Schüler und bei weitem auch nicht so viele Berufspendler wie sonst zu ihrer Arbeitsstätte unterwegs; andererseits brachte der ungewöhnlich lange anhaltende Schneefall die kommunalen Räum- und Streudienste dennoch an ihre Kapazitäts- und Belastungsgrenze. So hatten die Bauhofmitarbeiter am Dienstag schon früh am Morgen ab fünf Uhr mit ihren Winterdienstfahrzeugen in allen Stadtteilen an den Straßen mit höherer Verkehrsdichte sowie außerdem an Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen sowie Straßenabschnitten mit besonderen Risiken wie unübersichtlichen Kurven, Gefällstrecken oder zur Glättebildung neigenden Brücken ihre Streumittel ausgebracht.

Weil es jedoch unablässig weiter schneite, meldeten sich dennoch im Laufe des Tages bei der Stadtverwaltung etliche Anrufer, die einen erneuten Einsatz in ihrem Wohngebiet anmahnten. Am späten Nachmittag war der erste richtige Angriff von „General Winter“ in dieser Saison dann endlich abgewehrt, nachdem der städtische Baubetriebshof den ganzen Tag über mit allem verfügbaren Personal nonstop im Einsatz gewesen war.

„Täglich bringen wir bei einem solchen Wintereinbruch rund zehn bis zwölf Tonnen Streusalz aus“, berichtete der stellvertretende Bauhofleiter Friedbert Oestreicher, der den Großeinsatz kurz vor dem Jahreswechsel zu koordinieren hatte. Das Salzsilo auf dem Außengelände des Bauhofs, mit dem die Winterdienstfahrzeuge befüllt werden, hat ein Fassungsvermögen von 30 Tonnen und muss in solchen Phasen in kurzen Abständen „nachbetankt“ werden. Weitere 50 Tonnen Streusalz liegen in den in allen Stadtteilen vorhandenen Außendepots als Sackware für den manuellen Einsatz bereit.  Seine erste Bewährungsprobe im Einsatz gegen Eis und Schnee bestand nun auch der dieses Jahr neu angeschaffte allradgetriebene Kommunaltraktor, der über einen gerade im Winterdienst sehr wertvollen zweiten Sitz für Bedienungspersonal verfügt.

Text/Bild: Wolfgang Braunecker

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