Freude und Trauer über Wildkatzen-Nachwuchs in der Region

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Freude und Trauer über Wildkatzen-Nachwuchs in der Region

Wildkatzen-Reproduktionsnachweis im Naturpark

Erfreulich und traurig zugleich – im September wurde in den Naturparkwäldern am westlichen Strombergrand ein wenige Wochen altes, grau getigertes Jungkätzchen in einem Holzstapel entdeckt. Leider war das Kätzchen bereits verendet und schon leicht verwest. Der Finder informierte den Jagdpächter, bei dem aufgrund des Fundorts mitten im Wald der Verdacht auf ein Wildkätzchen aufkam. Über die hinzugezogene Naturparkgeschäftsstelle konnte der Transport zur Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt organisiert werden. Die genetische Untersuchung (bislang allerdings nur auf Basis der mitochondrialen DNA, mtDNA) erbrachte jetzt den Nachweis, dass es sich bei dem Katzenwelpen um ein kleines Wildkätzchen handelte. Dies ist der erste genetisch gesicherte Reproduktionsnachweis der Wildkatze im Naturpark – ein weiterer bedeutender Meilenstein im Monitoring des Wildkatzenvorkommens im Naturpark.

Die genaue Todesursache konnte aufgrund des geringen Alters des Findlings und der bereits eingesetzten Verwesung leider nicht mehr festgestellt werden. Allgemein ist die Mortalität der jungen Wildkätzchen durch Witterung, Beutegreifer oder auch Krankheiten und Parasiten recht hoch. Umso wichtiger sind geeignete, geschützte Verstecke für die Jungkatzen. Mit Unterstützung einer Spende von alwa Mineralwasser im Rahmen des Projektes „Born to be wild“ werden deshalb im gesamten Naturpark ausgehöhlte Baumstämme aufgestellt, die den neugeborenen Wildkätzchen als Höhlen dienen und so ihren Fortbestand sichern sollen. (Mitteilung und Bild: Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V.)

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