Forst: Gemeinschaftsunterkunft ist bezogen

Fahrradwerkstatt kommt gut an

Die Gemeinschaftsunterkunft (GU) im Forster Gewerbegebiet ist in Containerbauweise für 150 Bewohner konzipiert. Die Einrichtung ist bezogen, zwischenzeitlich kehrt Routine in den Alltag ein. Die Heimverwaltung hat die Bewohner mit einer Grundausstattung versorgt und registriert. Das Forster „Netzwerk.Willkommen in Forst“ hat sich um die Hilfesuchenden schon ab dem ersten Tag mit großem Engagement gekümmert. Aus der eigens eingerichteten Kleiderkammer wurden die Flüchtlinge mit Kleiderspenden ausgestattet. Da sich auch schwangere Frauen unter den Bewohnern befinden, wurden kurzfristig Fahrten ins Krankenhaus organisiert. Die neuen GU-Bewohner wurden mit Ortsplänen ausgestattet. Im Rahmen von begleitenden Spaziergängen wurde die nähere Umgebung (beispielsweise nach Einkaufsmöglichkeiten) erkundet.

Forst: Gemeinschaftsunterkunft ist bezogenMit großem Ideenreichtum und Engagement hat das Netzwerk in Kooperation mit der Gemeinde in einem Gemeindegebäude in der Bruchsaler Straße gerade eine Fahrradwerkstatt – mit und für Flüchtlinge – eingerichtet. In Kürze wird auch eine Fahrradcodieraktion durchgeführt. Impuls für die Fahrradwerkstatt war eine Anschubfinanzierung vom Landkreis. Initiator und treibende Kraft ist Bernhard Geiger. Die Hilfesuchenden zahlen ein geringes Pfandgeld, das sie nach Rückgabe des Rades wieder zurückerstattet bekommen. Zwischenzeitlich gibt es feste Öffnungszeiten. Ziel des Netzwerkes ist es, möglichst viele GU-Bewohner mit Fahrrädern auszustatten. Für Kleinkinder werden auch Roller und Dreiräder repariert. Gemeinde und Netzwerk nehmen gebrauchte Fahrräder entgegen, die in der Werkstatt wieder fahrtüchtig gemacht werden (Infohotline Rathaus: 07251/780-200). Inzwischen besteht auch eine Kooperation mit der örtlichen DLRG, beim jüngsten Fahrradbasar hat das Netzwerk gebrauchte Fahrräder für Erwachsene und Kinder für die Fahrradwerkstatt erhalten. Zwischenzeitlich arbeiten sechs Forster und zwei GU-Bewohner ehrenamtlich in der Fahrradwerkstatt.

Gemeinde und Netzwerk sind bemüht, die Asylsuchenden nun in das Alltagsleben zu integrieren, Kontakte zu knüpfen, Sprachkenntnisse zu verbessern und mittelfristig Arbeit zu finden. Die schulpflichtigen Kinder sollen beim Lernen begleitet werden. Schule und Gemeinde bemühen sich derzeit um Schulplätze. In den Kindertagesstätten werden Plätze zur Verfügung gestellt. Es läuft aktuell eine Abstimmung mit den Kita-Leiterinnen. Damit die Kinder auch in der Freizeitgestaltung Integration erfahren, wird sich die örtliche Vereinswelt einbringen.

Redaktion: Heimo Czink

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