Feuerwehrgroßeinsatz auf SEW-Gelände

Graben-Neudorf. (jok) Ein Großaufgebot von Einsatzkräften aus dem Landkreis Karlsruhe, zog eine chemische Reaktion von Salpetersäure in einer Produktionshalle der SEW-Eurodrive in Graben-Neudorf nach sich.

Am Montag, 02.06.2014 gegen 19:50 Uhr bemerkten Arbeiter in der Produktionshalle einen starken unangenehmen Geruch, welche aber nicht näher definiert werden konnte. Nach kurzer Suche, wurde ein 5-Liter Kunststoffkanister ausfindig gemacht, dessen Inhalt bereits zu brodeln begonnen hatte. Innerhalb kürzester Zeit begann sich der Kanister zu wölben, so dass man mit einem baldigen Bersten des Gefäßes rechnen musste. Auf Grund der drohenden Gefahr, wurde der betroffene Bereich sofort evakuiert und die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigt.

Nach nur wenigen Minuten traf die örtliche Freiwillige Feuerwehr am Einsatzobjekt ein und konnte nach Rücksprache mit den Firmenmitarbeitern den im Behälter befindlichen Stoff als Salpetersäure bestimmen und den Bereich weiträumig absichern. Der Einsatzleiter entschied sich, den für Gefahrguteinsätze spezialisierten „Gefahrgutzug Karlsruhe Nord“, hinzuzuziehen. Nach Absprachen mit dem Gefahrgutzugführer Edgar Geißler, Fachberater Chemie Dr. Olav Hässler, dem Organisatorischem Leiter Rettungsdienst Frank Eckhardt, Einsatzleiter Wolfgang Baumann und Herrn Soder von der Geschäftsführung der SEW, entscheid man sich, den aufgeblähten Behälter zu beobachten, um zu sehen, ob sich die Reaktion weiter fortsetzt.

Nachdem die Reaktion aufgehört hatte, konnten Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges in Chemikalienschutzanzügen, das Behältnis in einen vorbereiteten Überbehälter bergen, es aus der Produktionshalle bringen und es anschließend sicher in einem Labor verschließen, so dass es am Dienstag von einer Fachfirma entsorgt werden konnte.

Auf Grund der beißenden Dämpfe, wurde vorsichtshalber die Halle auf schädliche Konzentrationen untersucht. Es waren aber keine gefährdenden Dämpfe mehr messbar, so dass kurz darauf die Halle wieder für den Betrieb freigegeben werden konnte.

Einsatzleiter Wolfgang Baumann, war mit insgesamt 27 Kräften der Feuerwehr Graben-Neudorf, sowie 48 Kräften des Gefahrgutzuges Nord bis ca. 22 Uhr im Einsatz. Kreisbrandmeister-Stellvertreter Ullrich Koukula unterstützte die Einsatzleitung und machte sich vor Ort ein Bild der Lage.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte war der Rettungsdienst unter Leitung des Organisatorischen Leiters Frank Eckhardt mit drei Rettungswagen, einem Notarzt und der DRK-Bereitschaft Graben-Neudorf mit insgesamt 10 Kräften im Einsatz. Die Polizei war mit einer Streifenwagenbesatzung vor Ort.

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