FDP kämpft für Erhalt der Regionalexpresslinien

FDP kämpft für Erhalt der RegionalexpresslinienFDP fühlt sich in Kritik zur Streichung von Regionalexpress-Linie bestätigt – Rhein-Neckar-Region setzt sich wie die Liberalen für bisherige Zugverbindungen ein

Bretten/Bruchsal. Die Kreis-FDP und der FDP-Ortsverband Bretten sehen sich in ihrer Kritik an der geplanten Streichung der Regionalexpresslinie von Heidelberg über Bruchsal und Bretten nach Stuttgart durch das baden-württembergische Verkehrsministerium bestätigt. „Mittlerweile haben sich alle wichtigen Institutionen in der Region Rhein-Neckar vom Regionalverband bis zur Industrie- und Handelskammer ebenfalls für die Beibehaltung der direkten Zugverbindung ausgesprochen“, sagte Dr. Christian Jung (Bruchsal), der für die FDP Mitglied in der Regionalversammlung Mittlerer Oberrhein ist. Es gelte auch weiterhin, Richtung Mühlacker/Stuttgart und Wiesloch-Walldorf/Heidelberg „attraktive, direkte und preisgünstige Bahnangebote“ anzubieten, die für Pendler und Arbeitgeber gleichsam von Bedeutung seien. Geplante Umsteigemöglichkeiten in Karlsruhe-Durlach sind für Christian Jung „nicht durchdacht und besonders für Berufspendler unattraktiv“. Interessant sei dabei die Feststellung des Regionalverbandes Rhein-Neckar: „Weder habe das Verkehrsministerium eine echte Ersatzverbindung anbieten können noch lege es auf Rückfrage die Fahrgastzahlen offen.“

Als erste Partei hatte im Herbst die Brettener FDP und ihr stellvertretender Vorsitzender Kai Brumm die für 2017 anberaumte Streichung der Regionalexpresslinie entschieden abgelehnt. Der Regionalexpress, der im Zweistundentakt am Brettener Bahnhof hält, stellt für Kai Brumm „die letzte überregionale Bahnverbindung dar, die es erlaubt, von der Melanchthonstadt direkt in die weiter entfernten städtischen Zentren Heidelberg und Stuttgart zu reisen“. Auch deshalb stünde die ersatzlose Streichung des Regionalzuges nach Meinung der Liberalen „in krassem Widerspruch zu der Rolle, die Bretten als lokales Mittelzentrum einnimmt“. Die umständlichere und zeitintensivere Reise per Stadtbahn oder S-Bahn erscheint Kai Brumm kaum als vielversprechende Alternative. „Folglich weisen wir insbesondere die Grünen darauf hin, dass eine Schwächung des lokalen Bahnangebots verständlicherweise dazu führen wird, dass immer mehr Menschen in der Region auf ihr Auto zurückgreifen, um täglich zu ihrem Arbeits- oder Studienplatz zu gelangen“, sagte Kai Brumm abschließend. (PM FDP)

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