Defekter Stapler löste Dührener Feuer-Inferno aus

Es war einer der größten Brände in der Region seit langer Zeit. Bei einem Feuer in einer Lagerhalle einer Spedition in Sinsheim-Dühren ist gigantischer Schaden entstanden. Die ersten Schätzungen von 2,5 Millionen Euro werden wohl vorne und hinten nicht reichen, da noch nicht einmal bekannt ist, welche Geräte und Maschinen einen Raub der Flammen wurden.  Aus bislang ungeklärter Ursache brach in der Lagerhalle am Leitzelbach, ein Brand aus. Das 1300 Quadratmeter große Gebäude  stand schnell lichterloh in Flammen. Die Feuerwehren aus Sinsheim und Umgebung waren mit einem Großaufgebot von 25 Fahrzeugen und etwa 130 Mann im Einsatz.

Brisant wurde die Situation als im Gebäude mehrere Gasflaschen explodierten. Die Detonationen waren kilometerweit zu hören und lockten dutzende Schaulustige in das Gewerbegebiet. Fast 3 Tage dauerten die Löscharbeiten, noch bis zum gestrigen Abend hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, auch den letzten Brandherden zu Leibe zu rücken. Nun beginnt das große Suchen nach der Brandursache. Leicht wird dieses Unterfangen nicht, da durch die gigantische Hitze fast nichts Verwertbares übrig geblieben ist. Zumindest hatten die Menschen Glück im Umglück: Bei dem verheerenden Feuer wurde niemand verletzt. Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

UPDATE 29.08.2014

Sinsheim (ots) – Die Brandermittler der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg haben heute die Ermittlungen zu dem Brand, der sich am Sonntag, 24.08.14 gegen 23:30 Uhr in der Lagerhalle einer Spedition im Industriegebiet „Hinter der Mühle“ in Sinsheim-Dühren ereignet hat, abgeschlossen. Die Ermittler gehen aufgrund des Brandspurenbildes davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt an einem Gabelstapler die Ursache für das Feuer war. Brandstiftung wird von den Experten ausgeschlossen. Mit in die Brandermittlungen war auch ein Sachverständiger des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung eingebunden. Die bereits verschiedentlich genannte Schadenshöhe von ca. 2,5 Millionen Euro wird von Seiten der Polizei als realistisch angesehen.

Bilder: Feuerwehr Sinsheim

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