Eppinger läuft den London-Marathon

Finisher Foto London MarathonRainer Weibler aus Richen hatte es eilig bei der Mitgliederversammlung des Turnerbundes Richen. Unmittelbar nach Sitzungsende packte der wieder gewählte Fußball-Jugendleiter seine Tasche und ging. Denn zusammen mit der Familie und Freunden erfolgte am nächsten Morgen die Abreise nach London. Was er dort vor hatte? Rainer Weibler hat erfolgreich am London-Marathon teilgenommen. Mit einer Zeit von 04:07:03 Stunden belegte er den 13352. Platz unter 36.600 Teilnehmern – und das, obwohl wegen einer Erkrankung bis Dezember noch nicht klar war, ob es mit dem Lauf überhaupt klappt. „Damit habe ich mein großes Ziel erreicht und fünf der sechs weltweit größten Marathons absolviert“, freute sich der Fußball-Jugendleiter des Turnerbundes Richen, der von zwei Mannheimer Freunden begleitet wurde, die mit ihm gemeinsam schon die anderen Läufe absolviert hatten. Seine Marathon-Premiere hatte Weibler 2006 in New York City  anlässlich seines 40. Geburtstag gefeiert. Es folgten Berlin (2007), Chicago (2009) und Boston (2011 ). Dazwischen lagen noch mehrere andere Marathons bzw. Halbmarathons in Hamburg, Heilbronn, Wien, Karlsruhe oder der Rennsteig-Lauf. „London war der schönste von allen Läufen; es herrschte durch die rund eine Million Zuschauer eine fantastische Stimmung an der Strecke“, war der der Langstreckenläufer aus Richen noch tagelang beeindruckt. Aber noch schwieriger als die Ziellinie zu überqueren, ist es, in London überhaupt an den Start gehen zu dürfen. Denn in diesem Jahr hatten sich 169 682 Menschen beworben, von denen 49 872 einen Startplatz erhielten (30 826 Männer und 19 046 Frauen). Die Lehrerinnen und Lehrer bildeten übrigens mit 1408 Teilnehmern die größte Gruppe. Der älteste Teilnehmer war 89 Jahre alt, die älteste Teilnehmerin 86. Weil man sich bereits ein Jahr vorher bewerben muss, gehen nur rund 70 Prozent der Angemeldeten auch tatsächlich an den Start. Allerdings sind davon auch rund 99 % ins Ziel gekommen, davon 340 Deutsche, 113 Schweizer und 24 Österreicher. Nach einem genauen Trainingsplan hat sich Rainer Weibler zehn Wochen lang auf den Wettkampf vorbereitet. Quasi als letzte Trainingseinheit absolvierte der Richener eine Woche vorher noch den Unterland-Lauf in Schwaigern. Freitag und Samstag stand Sightseeing in der englischen Metropole auf dem Programm und am Sonntag der Marathon-Lauf. Müde, aber überglücklich ging es am Montag auf die Rückreise. Familie Weibler und ihre Freunde haben alles selbst organisiert. „Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Denn dieses Erlebnis kann ich nicht mehr toppen“, sagt Weibler im Rückblick auf die letzten Jahre. Ab 2015 will der Richener nur noch Halbmarathonläufe gemeinsam mit seiner Frau absolvieren, die auch schon einige Triathlon-Wettkämpfe erfolgreich bestritten hat.

 

Infos zum Lauf
Der Londoner Marathon gehört zur World Marathon Majors Series. Während beispielsweise beim Berlin-Marathon 59 % internationale Teilnehmer sind, liegt der Anteil in London bei nur zehn Prozent, da es sich um einen Charity-Lauf mit großer Tradition handelt. 2013 sind durch den Marathon 53 Millionen Pfund Spenden gesammelt worden. Deshalb werden Finisher auch vor allem gefragt, für wen sie laufen und sammeln. Die Wettkampfzeit ist eher unwichtig, wobei in den letzten Jahren die Hälfte der Finisher nach vier Stunden und 27 Minuten ins Ziel gekommen sind, das acht Stunden geöffnet ist. Dennoch ist es –trotz einiger „Rampen“ – eine schnelle Marathonstrecke. In diesem Jahr waren neun Läufer mit Marathonzeiten unter 2:05 Stunden am Start. Bei den Männern siegte Wilson Kipsang aus Kenia in 2:04:29 Stunden, bei den Frauen Edna Kiplagat ebenfalls Kenia in 2:20:21 Stunden. Sb
Foto: Rainer Weibler aus Richen hat erfolgreich den London-Marathon absolviert.

Foto: privat

Turnerbund Richen, Sönke Brenner

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