Shopping in der Fachwerkstadt – Was Eppinger wollen….

 

kundenUm eine Stadt auf  Wachstumskurs zu halten, ist ein florierender Handel unerlässlich. Bruchsal hat es mit der Modernisierung seiner Innenstadt vorgemacht, Bretten will den Anschluss mit der Weißhofer-Galerie schaffen und auch die große Kreisstadt Eppingen hat sich auf die Fahnen geschrieben für Kunden attraktiver zu werden. Die optischen Voraussetzungen wurden mit der Neugestaltung von Brettener Straße, Bahnhofsstraße und Marktplatz bereits geschaffen – nun sollen die Einzelhändler folgen. Doch das gestaltet sich nicht ganz einfach. Bislang sind eher die großen Lebensmittelmärkte die Besuchermagneten der Fachwerkstadt, der Einzelhandel weist noch zu viele Angebotslücken auf um für Kunden attraktiv zu erscheinen. Das sind mitunter die Ergebnisse einer groß angelegten Bürgerbefragung, die die Stadt bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) in Auftrag gegeben hat. Die vollständigen Ergebnisse können Sie hier in Form von drei nun veröffentlichten Pressemitteilungen der GMA nachlesen:

Kaufland & Co locken regelmäßig Kunden aus dem ganzen Umland nach Eppingen

Die Bürgerbefragung macht deutlich: Die stärksten „Zugpferde“ Eppingens sind die großen Lebensmittelmärkte am Ort

bild1Ca. 82 % und somit der Großteil der Befragten kauft Lebensmittel am häufigsten in Eppingen ein. Andere Orte spielen selbst bei den Umlandbewohnern nur eine stark untergeordnete Rolle. Diese überaus hohe Kundenbindung verdeutlicht die Wichtigkeit zeitgemäßer Lebensmittelangebote für eine Stadt. Auch für die Umlandbewohner stellen die Lebensmittelmärkte in Eppingen (v. a. Kaufland, Edeka, Aldi, Lidl) das wichtigste „Zugpferd“ dar, da sie größer und attraktiver sind als die Nahversorgung in den Umlandkommunen. Insbesondere die Kaufland-Erweiterung hat sich hier positiv ausgewirkt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Bürgerbefragung, die die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) im Frühjahr 2014 im Auftrag der Stadt Eppingen durchgeführt hat. Mit einem Rücklauf von 1.664 auswertbaren Fragebögen ist sie als äußerst repräsentativ einzustufen und liefert daher belastbare Erkenntisse über das aktuelle Einkaufsverhalten der Bürger in Eppingen und im Umland (von Weiler bis Zaberfeld und von Landshausen bis Stetten a. H.). Darüber hinaus gibt sie aber auch Aufschluss über Wünsche und Anregungen der Bürger zur Weiterentwicklung des Einkaufsstandortes Eppingen. In dieser und zwei weiteren Folgen werden ausgewählte Ergebnisse der Befragung vorgestellt.

Ca. 87 % der Eppinger kaufen mindestens einmal pro Woche Lebensmittel in ihrer Stadt ein, immerhin mehr als die Hälfte der Umlandbewohner (ca. 54 %) tun dies ebenfalls. Die Lebensmittelmärkte in Eppingen spielen also auch für das Umland eine große Rolle, lediglich ca. 11 % der Umlandbewohner kaufen Lebensmittel so gut wir gar nicht in Eppingen ein. Ein Wermutstropfen bleibt aber dennoch: So fahren die Befragten mehrheitlich (ca. 63 %) gezielt die Lebensmittelmärkte an und verbinden dies nie oder nur selten mit einem Besuch der Eppinger Innenstadt. Ein stärkerer Austausch wäre durchaus wünschenswert, um positive Effekte für den Facheinzelhandel in der Innenstadt zu erzielen. Die GMA rät daher, die Kundenbindung am Standort Eppingen insgesamt langfristig zu festigen, indem die Lebensmittelmärkte als wichtigste Magnetbetriebe weiter modernisiert werden. Gleichzeitig sollten aber aktiv Maßnahmen ergriffen werden, um Austauscheffekte zwischen den Lebensmittelmärkten und der Innenstadt zu fördern. Dies kann beispielsweise durch eine bessere Beschilderung oder gemeinsame Marketingaktionen erfolgen.

Alle Befragungsergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen der GMA lassen sich unter www.eppingen.de/verwaltung-politik/browse/2.html nachlesen. In der nächsten Folge wird die Eppinger Innenstadt aus Sicht der Bürger unter die Lupe genommen. Im letzten Teil unserer Serie geht es dann darum, wie die Bürger den hiesigen Einzelhandel bewerten und welche Verbesserungen sie sich beim Einkaufsangebot wünschen.

Großes Lob von den Bürgern für die Umgestaltung der Eppinger Innenstadt

Die Bürgerbefragung zeigt: Die aufwändigen Sanierungsmaßnahmen der Stadt Eppingen kommen gut an

bild2Bei der Frage, was den Bürgern beim Vergleich von Eppingen mit anderen Städten oder Einkaufszentren besonders positiv auffällt, landet die schöne Gestaltung der Innenstadt auf Platz 1. Auch in der Gesamtbetrachtung erhält der Aspekt „Atmosphäre / Stadtbild“ mit der Note 2,1 die zweitbeste Bewertung. Besser wird nur noch die Erreichbarkeit mit Bus / Bahn benotet. Die Bürger honorieren somit die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahren.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Bürgerbefragung, die die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) im Frühjahr 2014 im Auftrag der Stadt Eppingen durchgeführt hat. Mit einem Rücklauf von 1.664 auswertbaren Fragebögen ist sie als äußerst repräsentativ einzustufen und liefert daher belastbare Erkenntisse über das aktuelle Einkaufsverhalten der Bürger in Eppingen und im Umland (von Weiler bis Zaberfeld und von Landshausen bis Stetten a. H.). Darüber hinaus gibt sie aber auch Aufschluss über Wünsche und Anregungen der Bürger zur Weiterentwicklung des Einkaufsstandortes Eppingen. Letzte Woche startete eine Serie, in der ausgewählte Ergebnisse der Befragung vorgestellt werden. In dieser und in der nächsten Woche folgt die Fortsetzung.

Insgesamt haben die Bürger ein sehr gutes Bild vom Einzelhandelsstandort Eppingen: Die Durschnittsnote liegt bei 2,4, keiner der abgefragten Aspekte wurde mit der Note 3 oder schlechter bewertet. Der Aspekt „Atmosphäre / Stadtbild“ erhält am häufigsten die Note 1 (= sehr gut). Auch bei der Frage nach konkreten Anregungen stehen Maßnahmen zu Stadtgestaltung und Aufenthaltsqualität erst ganz unter auf der Liste – die Hausaufgaben scheinen hier aus Sicht der Bürger erst einmal erledigt zu sein. Uneinig sind sich die Befragten beim Thema Verkehr / Parken: Während die „gute Erreichbarkeit“ bei den Stärken Platz 2 belegt, landet „unzureichendes Parkplatzangebot / Parkleitsystem“ bei den Schwächen ebenfalls auf Platz 2. Insgesamt geben die Befragten der Erreichbarkeit mit dem Pkw eine Durchschnittsnote von 2,4, das Parkplatzangebot erhält mit 2,8 von allen abgefragten Aspekten die schlechteste Bewertung. Da ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Verbesserungsvorschläge der Bürger auf den Ausbau der Parkmöglichkeiten abzielen. Die Stadt Eppingen hat dieses Problem bereits erkannt und wird zukünftig mit dem Bau eines neuen Parkhauses an der Wilhelmstraße Abhilfe schaffen.

Alle Befragungsergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen der GMA lassen sich unter www.eppingen.de/verwaltung-politik/browse/2.html nachlesen. In der nächsten und letzten Folge geht es darum, wie die Bürger den hiesigen Einzelhandel bewerten und welche Verbesserungen sie sich beim Einkaufsangebot wünschen.

 

Eppinger Einzelhändler punkten mit Service und Beratung

Die Bürgerbefragung deckt aber auch den Wunsch nach mehr Vielfalt auf

bild3Die hohe Bedeutung des Facheinzelhandels in Eppingen spiegelt sich in der guten Bewertung der Service- und der Beratungsqualität (Note: 2,2) wider, v. a. die Servicequalität ist den Befragten dabei sehr wichtig. In diesen Punkten herrscht auch die größte Einigkeit (nur 7 bis 8 % der Befragten bewerten sie mit „weniger gut“ oder „schlecht“). Einkaufen ist der häufigste Grund für einen Besuch der Eppinger Innenstadt, wobei dem Bereich Bekleidung / Schuhe / Sport mit Abstand die größte Bedeutung zukommt. Hier wirkt sich auch der neue Intersport-Markt positiv aus.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Bürgerbefragung, die die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) im Frühjahr 2014 im Auftrag der Stadt Eppingen durchgeführt hat. Mit einem Rücklauf von 1.664 auswertbaren Fragebögen ist sie als äußerst repräsentativ einzustufen und liefert daher belastbare Erkenntisse über das aktuelle Einkaufsverhalten der Bürger in Eppingen und im Umland (von Weiler bis Zaberfeld und von Landshausen bis Stetten a. H.). Darüber hinaus gibt sie aber auch Aufschluss über Wünsche und Anregungen der Bürger zur Weiterentwicklung des Einkaufsstandortes Eppingen. Vor zwei Wochen startete eine Serie, in der ausgewählte Ergebnisse der Befragung vorgestellt werden. Mit dem vorliegenden Artikel endet nun die Serie.

Trotz der hohen Bedeutung des Einzelhandels zeigt sich die Eppinger Innenstadt schon heute als multifunktionaler Ort, denn bei der Frage nach den Besuchsmotiven folgen dicht hinter dem Einkauf auf Platz 2 und 3 Arzt- bzw. Gastronomiebesuche. Dementsprechend wünschen sich die Befragten insbesondere noch mehr Gastronomieangebote. Die GMA empfiehlt, auch zukünftig „mehrere Eisen im Feuer zu haben“, da der Einzelhandel allein nicht mehr die Funktionsfähigkeit der Innenstadt sicherstellen kann. Der Besuch von Ämtern / Behörden landet ebenfalls noch in der Top 5. Dies zeigt, dass sich auch die Verlagerung des Eppinger Rathauses an eine zentrale Stelle in der Innenstadt positiv ausgewirkt hat.

Der größte Konkurrent für den Eppinger Einzelhandelsstandort ist Heilbronn. Dennoch gelingt es durch engagierte Facheinzelhändler vor Ort, dass ein großer Teil der Befragten zum Kauf von Büchern / Schreibwaren, Schuhen, Haushaltswaren und Brillen Eppinger Geschäfte bevorzugt. Bei Drogeriewaren sind es sogar 66 % der Befragten, was in erster Linie auf die Ansiedlung von Rossmann zurückzuführen ist. Spielwaren, Bekleidung, Wäsche, Sport- / Freizeitartikel und Elektrowaren werden dagegen eher außerhalb eingekauft. „Lücken im Einzelhandelsangebot“ steht ganz oben auf der Liste der Schwächen. Dementsprechend formulieren die Befragten auch ihre Wünsche: mehr Angebotsvielfalt und mehr Marken, v. a. im Bereich Bekleidung und Schuhe für die jüngeren Zielgruppen. Da ist es gut zu hören, dass sich das ortsansässige Modeunternehmen SPIESS bis zum Frühjahr 2015 in der Brettener Straße 12 neu ausrichten und in diesem Zuge auch neue Marken nach Eppingen holen will. Zudem soll die sog. Kaiserecke ebenfalls modernisiert und weiterentwickelt werden.

Alle Befragungsergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen der GMA lassen sich unter www.eppingen.de/verwaltung-politik/browse/2.html nachlesen.

Quelle: Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA)

Texte und Grafiken zur Verfügung gestellt von der Stadt Eppingen

 

Ähnlicher Artikel

Nach Eppinger Hexenkessel-Vorfall – Kraichtaler Hexe vor Gericht

Nach Eppinger Hexenkessel-Vorfall – Kraichtaler Hexe vor Gericht

Mitglied der „Bohbrigga Hexenbroda“ angeklagt Nun also doch. Nachdem die Behörden monatelang intensiv im Falle…
Leerstehende Eppinger Sisha-Bar geht in Flammen auf

Leerstehende Eppinger Sisha-Bar geht in Flammen auf

Heute Nacht kam es in einem leerstehenden Haus in der Mühlbacher Straße in Eppingen zu…
Fast geschafft Eppingen – Letzter Bauabschnitt auf der B293

Fast geschafft Eppingen – Letzter Bauabschnitt auf der B293

B 293 –Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Eppingen West und Gemmingen Vierter und letzter Bauabschnitt Vollsperrung von 7.…
Ein Fest für die tolle Knolle

Ein Fest für die tolle Knolle

Das war der Eppinger Kartoffelmarkt 2018 Die Kartoffel gehört zu Eppingen wie der Pfeifferturm oder…