Eppingen kauft den historischen „Schwanen“

Eppingen kauft den historischen "Schwanen"
Eppingen kauft den historischen „Schwanen“ – Foto: Wolfgang Ziegler

Mögliches Bürger und Kulturzentrum sowie Schlüsselareal für die Gartenschau 2021 – Der Schwan hat wieder eine Zukunft

113 Jahre alt und wunderschön im Stile des Historismus erbaut – das ist das ehemalige Gasthaus „Schwanen“ in der Eppinger Bahnhofstraße. Viele erinnern sich noch an die Eisdiele „Sole d´oro“, die hier bis in die Neunziger hinein Eis aus einem hohen kleinen Glasfenster direkt zur Straße hin verkaufte. 30 Pfennige die Kugel – das waren noch Zeiten. Schließlich beherbergte das Gebäude ein indisches Restaurant und ist mittlerweile zur provisorischen Heimat des Eppinger Figurentheaters geworden. Eigentümer des baulichen Juwels ist die katholische Kirche, doch diese braucht nun Geld an anderer Stelle und will den „Schwanen“ daher verkaufen. Mittlerweile steht der Käufer fest: Einstimmig hat sich der Eppinger Gemeinderat dazu entschlossen, das Areal für insgesamt 367.500 Euro für die Stadt zu kaufen und wieder zum Leben zu erwecken.

Eppingen kauft den historischen "Schwanen"
Ein großer Hinterhof bietet neue Möglichkeiten

Was genau damit geschehen soll, wird nun in den kommenden Wochen diskutiert werden – wahrscheinlich ist eine Art „Bürger und Kulturzentrum“. Der historische Schwanensaal bietet sich für eine kulturelle Nutzung in jedem Fall an. Doch auch langfristig ist der Kauf eine sinnvolle Investition: Da es sich um ein städtisches Schlüsselareal handelt, ist dem Schwanen eine zentrale Rolle während der Eppinger Gartenschau 2021 so gut wie sicher. Schließlich bildet er eine Art Pforte zu den dahinter gelegenen Kleingartenanlagen. Nach Informationen aus dem Rathaus könnte hier sogar das „Haus des Landes Baden-Württemberg“ untergebracht werden. Bevor es soweit ist, muss aber erst einmal tief in die Tasche gegriffen werden – Über eine Million Euro soll in das Projekt insgesamt investiert werden, eine Summe die aber aufgrund der Bedeutung und Lage des Baudenkmales durchaus gerechtfertigt scheint.

 

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