Entscheidung über Zentrale Trinkwasserenthärtungsanlage in Ubstadt-Weiher verzögert sich

wasserWie ernst die Gemeinde Ubstadt-Weiher die Anliegen ihrer Bürger nimmt, zeigt die aktuelle Entscheidung die Inbetriebnahme der geplante zentrale Trinkwasserenthärtungsanlage zu verschieben. Rückblick: Der Zweckverband Wasserversorgung Kraichbachgruppe und damit die im Verband vertretenen Gemeinden Ubstadt-Weiher und Forst befassen sich schon über längere Zeit mit den Möglichkeiten der zentralen Enthärtung des Trinkwassers im Wasserwerk Weiher. Das vom Zweckverband bereitgestellte Wasser hat bekanntermaßen einen sehr hohen Härtegrad von ca. 24 ˚dH. Dieser führt zu einer verkürzten Lebenszeit von Haushaltsgeräten und einem höheren Verbrauch von Chemikalien wie z.B. Entkalkern oder Weichspülern.

Auf Basis eines Gutachtens des Technologiezentrums Wasser (TZW) in Karlsruhe haben die Gremien in der Verbandsversammlung sowie die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden Ubstadt-Weiher und Forst sich dafür ausgesprochen, eine zentrale Enthärtung in Form des Membranfiltrationsverfahrens der Öffentlichkeit vorzustellen, wie dies auch im Fachgutachten empfohlen wurde.  In der Gemeinde Ubstadt-Weiher wurde zu diesem Thema am 10. April 2014 zu einem Bürgergespräch eingeladen. Dabei wurden an die Vertreter des Technologiezentrums Fragen gerichtet, die abschließend in der Versammlung nicht beantwortet werden konnten. Diese Fragestellungen wurden daraufhin an das TZW schriftlich weitergeleitet mit der Bitte um kurzfristige Prüfung und Beantwortung.

Auf die schriftliche Anfrage hat das TZW am 23.04.2014 nun mitgeteilt, dass in Bezug auf die Korrosion bzw. Entzinkung von Messing in der Abteilung Korrosion des TZW seit wenigen Jahren bekannt ist, dass neben Hydrogencarbonat und Chlorid auch Sulfat einen wesentlichen Einfluss auf die Entzinkung hat. Bei der Erstellung des Gutachtens wurde auf diesen Gesichtspunkt nicht ausreichend eingegangen. Dies hat zur Folge, dass die zentrale Enthärtungsanlage nicht wie bisher dargestellt, gebaut werden könnte. Die Umsetzung einer aufwändigeren Verfahrenstechnik wäre erforderlich.  Auch hinsichtlich der hygienischen Vorsorgewerte hat das TZW eine ergänzende Betrachtung vorgenommen.

In Abstimmung mit den Fachleuten des Technologiezentrums, ist es daher erforderlich, nochmals im Detail vertiefende Untersuchungen anzustellen, um ein abgesichertes Ergebnis zu erhalten.
Veränderungen in der Wasserversorgung müssen zuverlässig vorbereitet und geplant sein. Es muss sichergestellt werden, dass durch wissenschaftlich unterlegte Verfahrenstechniken eine gesunde und gesicherte Wasserversorgung im Verbandsgebiet gewährleistet werden kann. Der Gemeinderat wird daher in seiner Sitzung am 20.05.2014 noch keine Entscheidung treffen, sondern zunächst nochmals über die neuen Sachverhalte informiert. Das TZW soll dann mit der weiteren Ausarbeitung einer möglichen Enthärtung durch den Zweckverband beauftragt werden.

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