Elektro-Leihwagen bald auch in Ubstadt-Weiher?

In Zaisenhausen schon Realität - E-Car Sharing
In Zaisenhausen schon Realität – E-Car Sharing

Wird es nach Bruchsal, Sulzfeld und Zaisenhausen auch bald E-Cars in Ubstadt-Weiher geben?

Die Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH will Elektroautos auf die Straße bringen. Stefan Huber, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung, stellte das Projekt „Zeozwei-frei– unterwegs“ vor. Die Expertengruppe „Energie und Infrastruktur“ der Wirtschaftsförderung habe sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ziel der Bundesregierung sei es, dass sich bis zum Jahr 2029 eine Million Elektroautos auf der Straße bewegen, so Huber. Unter Mitwirkung der Energieagentur des Landkreises Karlsruhe und der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg sei ein Projekt für eine flächendeckende Einführung von E-Carsharing-Angeboten in der Region erarbeitet worden. Grundgedanke ist es, Elektromobilität „erfahrbar“ zu machen und eine nachhaltige Mobilitätsinfrastruktur auch außerhalb der Städte zu schaffen. Geplant seien E-Carsharing-Stationen mit Elektroautos und dazu gehöriger Ladesäule. Der Elektroflitzer kann von der Gemeinde selbst, Gewerbetreibenden, Vereinen und der Öffentlichkeit genutzt werden. Das Buchungs- und Abrechnungssystem solle ein Carsharing-Anbieter beisteuern. Ein Großteil der Einnahmen durch die Vermietung fließe an die Kommune zurück. Stefan Huber erläuterte, dass man für das „Zeozwei-frei – unterwegs“-Projekt einen Förderzuschuss beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg über das Förderprogramm „Klimaschutz mit System“ beantragt habe. Man warte jetzt auf den Zuschussbescheid, um dann sukzessive mit der Umsetzung in der Region zu beginnen. Bürgermeister Löffler betonte, dass er sich vorstellen könne, zunächst mit einer Station, bestehend aus Ladesäule und Elektroauto, in Ubstadt-Weiher zu beginnen. Bei der anschließenden Diskussion im Ausschuss stellte sich schnell heraus, dass es noch offene Fragen von Seiten des Ausschusses gab. Insbesondere eine Darstellung der genauen Kostenstruktur mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung müsse noch erfolgen. Auch wurde kritisch hinterfragt, ob die Gemeinde als Investor für ein E-Carsharing-System auftreten solle. Bürgermeister Löffler versprach, die offenen Fragen im Detail abzustimmen und dem Gemeinderat ein komplett durchgerechnetes Konzept vorzulegen. Hierbei wolle man auch die Erfahrungen der Gemeinden Sulzfeld und Zaisenhausen, die bereits als Modellgemeinden ein E-Carsharing-Angebot haben, mit einfließen lassen.

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