DLRG stellt 2013 Rekordbilanz auf

Die Einsatzkräfte der DLRG im Stadt- und Landkreis Karlsruhe haben im vergangenen Jahr einiges zu tun. Insgesamt wurden die Wasserretter zu 37 Einsätzen alarmiert. Ein Rekord, weiß Timo Imhof, der verantwortliche Einsatzleiter im DLRG Bezirk. Seit Jahren können wir eine Steigerung unserer Einsatzzahlen feststellen. Waren es noch vor 5 Jahren im Durchschnitt 15 Einsätze, sind wir in den vergangenen beiden Jahren bei über 30 Einsätzen pro Jahr, so Imhof weiter. Die Gründe hierfür liegen für die Wasserretter auf der Hand. Die Schließung der Schwimmbäder hat eine Zunahme der Nichtschwimmer zufolge. Es fehlt schlichtweg an Möglichkeiten das Schwimmen zu lernen. Für einen freien Platz bei einem der Anfängerschwimmkurse muss man bis zu zwei Jahre warten. Die 23 DLRG Ortsgruppen im Bezirk haben 28.000 Stunden Schwimmausbildung geleistet, dabei wurden 1.700 Schwimmanfänger geschult.

37 mal rückten die Wasserretter im letzten Jahr aus. Rekord!

hafenfest2013-1Aber auch die Wahrnehmung der DLRG in der Bevölkerung hat zugenommen. Wir sind an vielen Badestellen im Stadt- und Landkreis präsent, so Imhof. Rund 400 Rettungsschwimmer leisteten 2013 an vielen Baggerseen und Freibäder dienst und haben dabei über 10500 Stunden ihrer Freizeit ehrenamtlich verbracht. Überhaupt sind alle aktiven DLRG Mitglieder rein ehrenamtlich tätig. Durch diese Wahrnehmung wurden wir auch viel früher zu vermissten Personen alarmiert. Glücklicherweise wurden viele dieser „vermissten“ wohlbehalten wieder aufgefunden, da es sich meist um Kinder handelt. Wir fahren lieber einmal mehr an einen Baggersee, als dass wir nach Stunden zu einer Bergung kommen müssen hakt Manuel Veith ein, der als Einsatzleiter aktiv ist. Dank dieser schnellen Reaktion ist es auch zu verdanken, dass für eine Person die Rettung rechtzeitig kam. Diese wurde recht schnell gefunden, und kam unbeschadet per Bootstransport zurück an Land. Überschätzung ist eine der Ursachen, die zum Ertrinkungstot führen. Habe ich im Wasser keine Kraft mehr, kann ich mich nicht einmal so kurz ausruhen, bestärkt Timo Imhof, den Apell eben nicht so weit raus zu schwimmen und gegebenenfalls nicht allein ins Wasser zu gehen. Grundsätzlich gelten auch für Erwachsene die gleichen Baderegeln, wie für Kinder.

Ein Mensch konnte erfolgreich gerettet werden

In Bruchsal, Ubstadt, Bad Schönborn und Eggenstein-Leopoldshafen werden die Notfallhilfen von den Einsatzkräften der DLRG gestellt oder unterstütz. Die DLRG Notfallhilfen rückten 2013 zu insgesamt 750 Notfällen aus, um den Mitmenschen vor Ort eine schnelle medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Dabei konnten durch die Sanitäter oder Rettungsanitäter 3 Menschen erfolgreich wiederbelebt werden, die ohne die Wasserretter nicht überlebt hätten.
IMG-20130811-WA00162013 war ein Rekordjahr für die Wasserretter, neben den vielen Einsätzen gab es noch die Unwetterkatastrophe im Landkreis sowie das Hochwasser in Sachsen Anhalt.  Bei dem Unwetter Anfang Juni im Landkreis waren auch Einsatzkräfte der DLRG im Einsatz. Hier wurden spezielle Hochwasserboote vorgehalten, die über einen niedrigen Tiefgang und Rollen zum Fahren auf Straßen besitzen. Die Einsatzkräfte der DLRG wurden zum Erkunden in schwer zugängliche Gebiete eingesetzt und konnten somit wichtige Informationen weitergeben. In einem speziellen Fall waren wir kurz davor einen Damm wasserseitig mit Folie zu sichern, berichtet Imhof.
Im direkten verlauf an das Unwetterereignis wurde die DLRG vom Land Sachsen Anhalt zur Unterstützung gerufen. Auch der von uns geführte Wasserrettungszug Baden 3 verließ am Freitag, den 7. Juni den Landkreis in Richtung Magdeburg, erzählt Manuel Veith, der als Zugführer den Wasserrettungszug anführte. Unsere Aufgaben waren, die Deichverteidigung, Wasserseitige Transporte mit Booten und Sicherungsmaßnahmen mit der Polizei um Plünderungen vorzubeugen, so Veith weiter. Einem weiteren Rekord im Berichtsjahr stellt der 6. August dar. Gegen Mittag dieses Tages zog ein Unwetter über den Landkreis Karlsruhe, viele Badegäste wurden von diesem Überrascht. Zunächst wurde eine Person am Epplesee in Rheinstetten vermisst.

Fast zeitgleich eine Familie in Ubstadt Weiher und eine Person bei einer Freizeitanlage in Bruchsal. Drei Einsatzstellen auf einmal mussten die Wasserretter abarbeiten. Zu Hilfe wurden dabei die angrenzenden Landkreise mit Ihren DLRG Einheiten gerufen. Auch spezielle Wasserrettungshunde aus Leimen kamen zur Unterstützung dazu. Der damalige Einsatzleiter Timo Imhof hatte letztendlich 100 Einsatzkräfte an den Einsatzstellen im Einsatz. Auch in Bruchsal wurden mit dem Hochwasserboot Personen aus dem PKW´s gerettet, die in einer Unterführung eingeschlossen waren (BNN berichteten). Insgesamt waren dies wohl rund 3000 Einsatzstunden die im letzten Jahr von unseren Ehrenamtlichen Einsatzkräften geleistet wurden. Und das neben Schule, Studium, Beruf und Familie bedanken sich die beiden Einsatzleiter Manuel Veith und Timo Imhof. (ti)

Bilder + Pressemeldung DLRG Stadt- und Landkreis Karlsruhe

 

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