Die Buchsbaumzünsler greifen an – Das sollten Sie tun!

buchsGrüne Raupen mit schwarz-gelber Zeichnung, bestens getarnt im Laub der Buchsbäume und im selbst produzierten Gespinst: Da sind sie wieder – die Raupen des Buchsbaumzünslers. Oft bemerkt man sie erst, wenn ihre Futterpflanzen schon fast völlig kahl gefressen und es dann eben schon zu spät ist. Bereits in den letzten beiden Jahren sind der unmäßigen Gefräßigkeit des Buchsbaumzünslers zahllose Buchbäume in Ubstadt-Weiher zum Opfer gefallen. In diesem Jahr ist aufgrund der warmen Witterung der letzten Wochen der Befall noch früher deutlich geworden. Nun ist es allerhöchste Zeit, mal in die Büsche hinein zu schauen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen:

 


Was tun?

1.)    Kontrolle: Je früher der Befall erkannt wird, umso größer die Erfolgsaussichten bei der Bekämpfung. Auch wenn der Buchs äußerlich gut aussieht, lohnt es sich deshalb ins Innere des Strauchs hinein zu schauen, denn dort sind die Gespinste versteckt, in denen sich die Raupen entwickeln.

2.)    Unangenehm aber wirksam: Gespinste ausschneiden und Raupen absammeln und vernichten (zerdrücken, verbrennen oder in geschlossenen Behältern ausschwefeln – keinesfalls in der Landschaft entsorgen!)

3.)    Spritzen? Ja, aber mit Verstand. 
Über zugelassene Mittel gegen diesen Schädling berät der Fachhandel (Gärtnereien, Raiffeisen- oder gut sortierte Baumärkte): 
Ein natürlicher und wirksamer Wirkstoff wird z.B. aus den Samen des tropischen Neem-Baumes gewonnen (z.B. Schädlingsfrei Neem). Das Mittel muss mehrfach, konsequent und gemäß der Anwendungshinweise angewendet werden. Wer einen Pflanzenschutz-Schein besitzt, kann auch ein Bt-Präparat (Dipel ES) anwenden, dass bei Schmetterlingsraupen als Fraßgift wirkt. Grundsätzlich muss mit einer Druckspritze gezielt in die Büsche hinein gespritzt werden, so dass die Raupen in den Gespinsten getroffen werden. 
Bei anderen Mitteln ist unbedingt darauf zu achten, dass sie für die Pflanzen- und Schädlingsart zugelassen sind und dass sie so angewendet werden, dass Nützlinge geschont werden (z. B. bienengefährdende Mittel; nie in den sonnigen Mittagsstunden und in offene Blüten spritzen!)

4.)    … oder roden?
Wenn die Pflanzen schon sehr stark geschädigt sind muss man abwägen, ob die aufwändige Behandlung lohnt. Wenn gerodet wird, sollte die Pflanze vorzugsweise verbrannt oder in einer geschlossenen Tüte über den Hausmüll entsorgt werden. Auf keinen Fall in der Landschaft entsorgen, weil der Zünsler sich dann ungestört ausbreiten kann.
Mit Buchsbaum-Zünsler befallene Grünabfälle können auch über den Grasschnitt-Container am Recyclinghof entsorgt werden.

5.)    …Und was anderes pflanzen: 
Andere (Klein-)Sträucher, wie z. B. Sommerspiräeen oder Lavendel zur Beet-Einfassung, portugiesischer Lorbeer oder Glanzmispel als immergrüne Einzelpflanzen oder Mittelmeer-Schneeball oder echter Lorbeer als Kübelpflanze können Buchsbäume würdig ersetzen.

6.)    Die Mischung macht’s: 
Grundsätzlich trägt eine vielfältige Pflanzenauswahl dazu bei, dass eine Schädlingsinvasion (von welcher Art auch immer) keinen Totalausfall verursacht. Heimische Pflanzen sind i.d.R. robuster als Exoten.

buchs2Hinweis: Buchsbäume auf gemeindeeigenen Grünflächen (insbesondere an den Friedhöfen) werden von Bauhof-Mitarbeitern mit einem für öffentliche Anlagen zugelassenen biologischen Insektizid gespritzt. Eine erste Behandlung erfolgt in den nächsten Tagen, weitere nach Bedarf. Unmittelbar während und nach dem Spritzmitteleinsatz ist ein Kontakt mit den Pflanzen zu meiden. 

Tipps von Ihrer Gemeinde Ubstadt-Weiher
Bilder: pixabay

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