Die Bruchsaler Bahnstadt erhält ein Gesicht

Ergebnisse des Planungswettbewerbs Bahnstadt-Wohnen vorgestellt – Siegerentwurf verbindet gestaltete Blockrandbebauung mit familienfreundlichem Wohnen

Entwurf BahnstadtBruchsal (pa) | Die geplante Wohnbebauung auf dem Messplatz – im Rahmen des Projekts Bahnstadt – erhält ein Gesicht. Der Bauträger EWG Eigentums-Wohnbau-GmbH & Co., der vom Gemeinderat der Stadt Bruchsal am 29. April den Auftrag zur Entwicklung des Baufeldes erhalten hat, hat zusammen mit dem Stadtplanungsamt einen nichtöffentlichen Planungswettbewerb ausgerichtet, zu dem sechs Architekten eingeladen waren. Als Gewinner ist nun die Pia/Werkgemeinschaft Generalplanung aus Karlsruhe hervorgegangen. In der Gemeinderatssitzung am 22. Juli hat auch der Bruchsaler Gemeinderat dem Ergebnis des Planungswettbewerbs zugestimmt.

Die Pia/Werkgemeinschaft Generalplanung überzeugte mit der Idee, eine attraktiv gestaltete Blockrandbebauung mit familienfreundlichem Wohnen zu kombinieren. Der Entwurf wurde von der Jury außerdem bevorzugt, weil er unter Einhaltung der städtebaulichen Vorgaben differenzierte und vielfältig gegliederte Baukörper von großer gestalterischer Stimmigkeit entwickelt. Auch die Gestaltung der Freibereiche folgt einfachen und schlüssigen Grundprinzipien und umfasst Wege, Gärten, Baumgruppen und Grünflächen. Der Entwurf sieht 115 Wohneinheiten vor, die zwischen 55 und rund 160 Quadratmeter groß werden sollen.
Die Jury sah in diesem Entwurf das größte Potential für eine Weiterentwicklung, die sowohl den städtebaulichen Anforderungen und der gewünschten architektonischen Qualität und Vielfalt, als auch den Anforderungen des Investors für die anstehende Vermarktung entspricht.

Der zweite Platz im Planungswettbewerb wurde gleich zweimal vergeben. Und zwar an das Architekturbüro Schmidt und Schmidt, Architektur und Generalplanung Karlsruhe sowie an die GJL Architekten, ebenfalls aus Karlsruhe.  Das Grundstück „Messplatz“ befindet sich gegenwärtig im Besitz der Bruchsaler Wohnungsbaugenossenschaft mbH. Nach erfolgter Baureifmachung, die Erschließungsarbeiten haben kürzlich begonnen, soll es an die EWG Eigentums-Wohnbau-GmbH & Co. verkauft werden, die darauf eine Option erhalten hat. Markus Leicht, Geschäftsführer EWG, ist sehr zufrieden mit dem Resultat des Planungswettbewerbs: „Die eingereichten Entwürfe hatten alle ein sehr hohes Niveau. Es wurde ein Entwurf prämiert, mit dem wir sehr gut weiter arbeiten können.“

 
Auch für Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick ist der Wettbewerb ein Erfolg: „Das Ergebnis zeigt, dass unsere Vision vom Wohnen in der Bahnstadt auf fruchtbaren Boden fällt und ein architektonisch ansprechendes Wohnquartier realisiert werden kann, das insbesondere Familien gerecht werden wird.“ Die Jury des Planungswettbewerbs bestand aus den Juroren Prof. Dr.-Ing. Hartmut Ayrle, Prof. David Cook und Prof. Dr.-Ing. Markus Neppl, der zum Juryvorsitzenden gewählt worden war. Hinzu kamen Sachjuroren aus Verwaltung und Wirtschaft. Vertreter/-innen der Bruchsaler Gemeinderatsfraktionen waren ebenfalls am Auswahlverfahren beteiligt. Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs werden ab sofort im Rathaus am Otto-Oppenheimer-Platz, im Flur des Stadtplanungsamtes im Erdgeschoss, präsentiert. Die Öffentlichkeit ist bis Freitag, 15. August herzlich eingeladen, sich die Ergebnisse anzuschauen.

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