BLANCO wächst weiter

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Das Oberderdinger Unternehmen legt trotz stagnierendem Küchenmarkt in Deutschland weiter zu

Normalerweise läuft eine Pressekonferenz bei BLANCO in Oberderdingen nach einem traditionellen Muster ab. Shakehands, Jahresbericht der Geschäftsführung, Fragen der Journalisten und im Anschluss ein lockeres Get-Together. In diesem Jahr – Corona lässt grüßen – wurde die Veranstaltungen das erste Mal komplett digital als Online-Stream abgewickelt. In einem eigens dafür eingerichteten Studio zogen Frank Gfrörer (CEO, Vorsitzender der Geschäfts­führung), Rüdiger Böhle (CFO) und Andreas Ostermann von Roth ein Fazit über das zurückliegende Geschäftsjahr 2019. Die daraus zu generierende Schlagzeile fällt im Gegensatz zu den gesamtgesellschaftlichen Hiobsbotschaften der vergangenen Monate, nun aber endlich einmal wieder erfreulich positiv aus: Das Oberderdinger Traditionsunternehmen hat gut abgeliefert und kann auf ein sehr positives Jahr 2019 zurückblicken.

Hier drei knackige Eckdaten dazu: Der Gesamtumsatz von BLANCO hat sich 2019 auf 395 Millionen Euro erhöht – Obwohl der Küchenmarkt in Deutschland stagniert, konnte das Unternehmen hier mit einem Plus von 3,5% im Vergleich zum Vorjahr weiter wachsen – Zum sechsten Mal in Folge hat das Magazin Focus BLANCO zum Top-Arbeitgeber gekürt.

Als Volltreffer hat sich die Entwicklung von Spülen und Küchenarmaturen aus Silgranit erwiesen, diese Produkte waren 2019 die größten Umsatztreiber. Diese Erfolgsgeschichte will BLANCO ausbauen und investiert weiter in den Verbundstoff, neue Modelle und Farbvarianten. Generell richten die Oberderdinger den Blick konsequent nach vorne und setzen stark auf die Entwicklung neuer Technologien und Konzepte. Mit der “BLANCO Unit” will das Unternehmen komplett aufeinander abgestimmte Küchensysteme anbieten, deren Dreh und Angelpunkt der Wasserplatz ist. Der passende Slogan: drink. prep. clean – zu deutsch: Trinken, Vorbereiten, Reinigen. Schon lange geht es hier nicht mehr um einen simplen Wasserhahn und ein Ablaufbecken – das von BLANCO entwickelte ganzheitliche System hat durch smarte Komponenten längst den Anschluss ans digitale Zeitalter gefunden, unterstützt den Nutzer beispielsweise mit exakt abgemessenen Wassermengen, gefiltertem oder kochendem Wasser. BLANCO selbst umreißt die Vorteile der “BLANCO Unit” für den Kunden mit “täglich erlebbarem Komfort und Nutzen rund ums Vorbereiten, Trinken und Reinigen.”

Kann sich BLANCO also das Geschäftsjahr 2019 wie einen süßen Honigkuchen auf der Zunge zergehen lassen? Ein Tröpfchen süße(r) We(h)rmut muss dann doch zum Kuchen ausgeschenkt werden. Obwohl das Inlandsgeschäft sehr zufriedenstellend ablief, war hingegen das internationale Geschäft von starken, konjunkturellen Schwankungen in den unterschiedlichen Regionen geprägt, der Umsatz hier konnte sich nur knapp auf Vorjahresniveau halten. Auch wenn die positive Entwicklung im Inland die Umsatzeinbrüche in einigen internationalen Märkten kompensiert habe, sei man nicht zufrieden, so CEO Frank Gfrörer auf der jährlichen Pressekonferenz. „Nach zehn Jahren kontinuierlichen Wachstums erleben wir im Inland wie auch im internationalen Geschäft einen prägnant erstarkten Wettbewerb. Um unsere ehrgeizigen Ziele in Zukunft erreichen zu können, sind künftig deutlich höhere Anstrengungen als bisher nötig.“

Spannend und fordernd werden sicherlich auch noch die Folgen der weltweiten Corona Krise, deren wirtschaftliche Auswirkungen vielen Unternehmen derzeit Sorgenfalten auf die Stirn zeichnet. Durch vorausschauendes Handeln hat sich BLANCO hier aber bisher gut behaupten können. BLANCO hat sehr frühzeitig reagiert und die Abläufe an die Situation angepasst. „Oberste Priorität hatte von Beginn an die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Andreas Ostermann von Roth, COO und Leiter der Covid-19- Taskforce bei BLANCO. „Gleichzeitig ist es uns gelungen, den Service und die Lieferungen an unsere Kunden weltweit sicherzustellen. Wir haben dafür keine Kosten gescheut, waren zu jedem Zeitpunkt lieferfähig und sind das bis heute. Derzeit sind auch für die Zukunft keine coronabedingten Lieferverzögerungen zu erwarten.“

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