Bruchsaler Rendezvousplatz wird saniert

20140212_160530Der Gemeinderat beschließt einstimmig bei zwei Enthaltungen die überarbeitete Sanierungsplanung für den Rendezvousplatz in der Bahnhofstraße und beauftragt die Verwaltung die Sanierungsmaßnahme durchzuführen.

Mit der Einführung des Stadtbusses im Jahr 2000 wurde es aufgrund des vorgesehenen Fahrplan- und Linienkonzeptes erforderlich, im Bereich der Innenstadt einen Rendezvousplatz herzustellen, der als zentraler Verbindungs- und Treffpunkt für alle städtischen Buslinien dient.

Bereits kurz nach der Fertigstellung traten in der neu erstellten Pflasterdecke und den Randeinfassungen Mängel auf, die im Laufe der Zeit immer gravierender in ihren Auswirkungen wurden.

In einem selbstständigen Beweisverfahren über das Landgericht Karlsruhe wurde ein unabhängiger Sachverständiger bestellt, der als Ergebnis seines Gutachtens zu dem Schluss kam, dass nahezu alle baulichen Mängel auf einem Planungs- und/oder Bauüberwachungsmangel des beauftragten Ingenieurbüros ursächlich zurückzuführen sind.

In den letzten Jahren traten die Schäden im Belag immer zahlreicher und massiver auf, so dass neben der negativen Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes auch zunehmend die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. Zwischenzeitlich sind die Schäden so weit fortgeschritten, dass selbst durch die immer wieder stattfindenden, punktuellen Sanierungsarbeiten des Baubetriebshofs die Verkehrssicherheit nicht mehr kontinuierlich aufrecht erhalten werden kann.

Die grundhafte Sanierung des Rendezvousplatzes stellt somit die einzige Möglichkeit dar, die vorhandenen Schäden dauerhaft zu beseitigen und die Funktionalität der Verkehrsflächen wieder zu erreichen.

Für die CDU-Fraktion bekundete Hans-Peter Kistenberger die Zustimmung seiner Fraktion zur geplanten Maßnahme. Für die SPD-Fraktion signalisierte Helga Langrock das Einverständnis, „aber nur schweren Herzens, weil durch die geplante Nivellierung der Busschleuse davon auszugehen ist, dass die Gefährdung von schwächere Verkehrsteilnehmer weiter zunehmen wird.“ Sie erinnerte daran, dass die SPD-Fraktion grundsätzlich eine Schließung der Busschleuse für den Individualverkehr bevorzugen würde.
Für die Freien Wähler unterstützte Roland Foos die geplante Sanierung. Er hält zwar grundsätzlich eine Geschwindigkeitsgrenze für den Verkehr für erforderlich. „Eine Sperrung für den Individualverkehr wollen wir nicht“, so Foos.
Für die FDP bekundete Dietrich Reuter die Zustimmung seiner Fraktion. Für Grüne/Neue Köpfe sprach sich Ruth Birkle für die Vorlage aus, regte jedoch an, dass der Verkehr schon in der Amalienstraße durch eine andere Vorfahrtsregelung entschleunigt werden sollte.
In weiteren Wortmeldungen wurde grundsätzlich über die Zukunft des Rendezvous diskutiert. Matthias Holoch forderte eine Verlegung des Rendezvous. Jürgen Schmitt plädierte für eine erfolgreiche Organisation des ruhenden Verkehrs und machte sich für gute Lösungen für den Durchfahrtverkehr und einen großen Innenstadtring stark.
Bürgermeister Ulli Hockenberger erinnerte abschließend daran, dass „alle diese Themen irgendwie mit der Sanierung zu tun haben. Heute steht jedoch nur die Sanierung des Rendezvous auf der Agenda. Alle weitergehenden Fragen stehen auf der Tagesordnung und können zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden.“ Abschließend erinnerte er daran, dass die Verwaltungslösung für alle gemacht sei: „Für Bus- und PKW-Verkehr ebenso wie für Radfahrer und Fußgänger.“

Auszug aus dem Gemeinderatsnachbericht Stadt Bruchsal

Foto:SG

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