Brief aus umkämpfter syrischer Stadt erreicht Sinsheim

kriegWie sich der Krieg in Syrien auf den Alltag der Christen auswirkt, zeigt das folgende eindrückliche Schreiben eines ev. Pastors, das die DMG in Sinsheim gestern aus einer schwer umkämpften Stadt erreicht hat. 

„Ich sitze im Dunkeln, weil wir Elektrizität nur noch eine halbe Stunde am Tag oder weniger haben. Soll ich einfach im Bett bleiben und schlafen – oder wach bleiben und betend dem Tod ins Auge sehen? Es ist Mitternacht, und gemeinsam mit anderen warte ich hier im Haus, während der Tod Verstecken mit uns spielt. Zwei Bomben fallen aufs Haus gegenüber, noch eine schlägt eine Straße weiter ein. Zum Glück traf es nicht unser Haus. Wann sind wir dran? Huch, was für ein heftiger Einschlag. Unser vierstöckiges Haus zittert, und die Fenster beben stark nach. Von draußen sind markerschütternde Schreie zu hören. Aber es ist stockfinster in den Straßen. Niemand wird hinausgehen und nachschauen und den Betroffenen helfen. Das wäre viel zu gefährlich, denn noch immer fallen Bomben. Ich bleibe in meinem Zimmer und warte auf den möglichen Tod, der um uns her wütet.“

 

Bild: Symboldarstellung

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