Ab August: Asylbewerber fahren kostenlos mit Bahn und Bus

StraßenbahnNun ist es offiziell: Ab dem 1. August können Asylbewerber  Busse und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) kostenlos nutzen. Die alte Regelung – Einzelfahrscheine von der Landeserstaufnahmestelle  erwerben zu müssen – wird nun durch eine Art „Flatrate“ ersetzt. Ab sofort gilt der Bewohnerausweis als Fahrschein. 

Die KVV gab dazu folgende Mitteilung bekannt:

In einem Antrag an die Stadtverwaltung hatten die Karlsruher Grünen bemängelt, dass die Ausgabe von Einzelfahrkarten an die stark steigende Anzahl von Asylbewerbern nicht mehr zu bewältigen ist. Mehr als 20.000 Asylbewerber werden allein in diesem Jahr erwartet. Um der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) die Verteilung der Fahrkarten an die Flüchtlinge zu vereinfachen, hat der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ein neues Konzept entwickelt. „Mit dieser neuen Kombiticketvereinbarung wird eine deutliche Reduzierung des Aufwandes erfolgen und die Mobilität der Asylbewerber in Karlsruhe verbessert“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zu diesem Konzept.

Während der Dauer der Unterbringung in der LEA einschließlich deren dezentralen Außenstellen mit weiteren rund 900 Personen, sind die Asylbewerber auf die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Die für das Asylverfahren notwendigen Behördengänge, die Wahrnehmung ärztlicher Untersuchungen oder der Besuch in der Kleiderkammer erfordern eine gewisse Mobilität der Flüchtlinge. Für diese Fahrten wurden bisher in einem aufwendigen Verfahren von der LEA Einzelfahrkarten erworben und individuell ausgegeben. Der Lösungsvorschlag des KVV sieht als Pilotprojekt vor, den Bewohnerausweis der Asylbewerber als Kombiticket zu nutzen. Alle Asylbewerber erhalten einen Stempel auf Ihren Bewohnerausweis und können während ihres Aufenthaltes in Karlsruhe damit Bus und Bahn im Stadtgebiet unbegrenzt nutzen. Der KVV erhält hierfür einen pauschalen Abgeltungsbetrag. Das Integrationsministerium Baden-Württemberg hat der Kombiticketregelung zugestimmt, sodass ab dem 1. August 2014 die vereinfachte Nutzung von Bus und Bahn ermöglicht wird.

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