400 Tonnen-Transformator verlässt Kernkraftwerk Philippsburg

atomkraftwerkFür Donnerstag, 25. September 2014, ist in den Abendstunden der Abtransport eines Transformators vom Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg geplant. Die 384 Tonnen schwere elektrotechnische Komponente wird auf dem Schienenweg in das Herstellerwerk nach Nürnberg gebracht. Der Transport wird von einem Spezialunternehmen im Auftrag des Trafo-Herstellers durchgeführt. Er findet auf Basis einer entsprechenden Transportgenehmigung zu Zeiten statt, in denen der Schienenverkehr durch diesen Schwertransport am wenigsten beeinträchtigt wird.

Der Transformator war während der diesjährigen Revision von Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP 2) eingebaut worden. Er zeigte bei anschließend durchgeführten Messungen jedoch Auffälligkeiten und wurde daraufhin vorsorglich durch einen bewährten Reserve-Transformator ersetzt. Im Herstellerwerk soll der Trafo nun nochmals grundlegend geprüft werden.

Im Betrieb hat der Transformator die Aufgabe, die im Generator des Kraftwerks erzeugte elektrische Spannung in die für eine Einspeisung ins Übertragungsnetz notwendige Hochspannung umzuwandeln. Insgesamt sind zwei solcher Trafos in KKP 2 im Einsatz.

Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 1.468 Megawatt. Die Anlage ging 1984 in Betrieb und hat im Jahr 2013 rund neun Milliarden Kilowattstunden Strom produziert.

Betrieben wird Block 2 von der EnBW Kernkraft GmbH (EnKK). Die EnKK steht für Sicherheit bei Betrieb und Nachbetrieb sowie bei Stilllegung und Abbau der Kernkraftwerke in Baden-Württemberg. In Neckarwestheim und Philippsburg produziert die EnKK mit jeweils einem Kernkraftwerk Strom (GKN II und KKP 2). An beiden Standorten befindet sich jeweils eine weitere Anlage, die keinen Strom mehr erzeugt (GKN I und KKP 1). Den Rückbau dieser abgeschalteten Anlagen bereitet die EnKK derzeit vor und hat dazu erste Anträge gestellt. Am Standort Obrigheim macht der Abbau des dortigen Kernkraftwerks seit dem Jahr 2008 gute Fortschritte

Pressemitteilung EnBW

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