46 Einsätze nach schwerem Unwetter im Großraum Bretten

46 Einsätze nach schwerem Unwetter im Großraum Bretten
Zwei Kameraden der Führungsgruppe

46 Einsätze nach schwerem Unwetter im Großraum Bretten – Übung der Feuerwehr Bretten zur Koordination von Großschadenslagen

Meldungen von umgestürzten Bäumen, blockierte Straßen, Stromausfälle und gleich mehreren Verkehrsunfällen beschäftigten am Samstagvormittag zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Bretten. Und das bei schönstem Wetter an einem herbstlichen Samstag im November? Alles nur fiktiv und eingespielt, erklären Peter Schmidt und Markus Pferrer – die beiden Leiter der „Führungsgruppe der Feuerwehr Bretten“ haben in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Feuerwehrleistelle und weitern Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe eine großangelegte Übung organisiert, um die Koordination und Zusammenarbeit vieler Feuerwehreinheiten und anderen Hilfsorganisationen bei einer Großschadenslage zu testen und zu üben.

46 Einsätze nach schwerem Unwetter im Großraum Bretten
Ein Kamerad  führt  Protokoll über Einsätze.

Im Falle einer solchen „Großschadenslage“ wie z.B. auch dem schweren Hochwasser im vergangen Jahr, wird das Brettener Feuerwehrhaus durch den Einsatz der Führungsgruppe zum „Führungshaus Bretten“ und koordiniert durch die örtliche Einsatzleitung alle bei der Leitstelle Karlsruhe über Notruf eingehenden Einsätze im Großraum Bretten selbstständig. Dazu wird das Feuerwehrhaus als „zentrale Schaltstelle“ neben der Feuerwehr Einsatzleitung und Führungsgruppe mit Vertretern verschiedenster Organe und Organisationen wie der Stadtverwaltung, dem städtischen Baubetriebshof, dem THW, dem Rettungsdienst und natürlich der Polizei besetzt. Nur so ist es Möglich, schnell wichtige Entscheidungen zu treffen und notwendige Maßnahmen umgehend einleiten zu können.

All dies wurde am Samstag geübt. Die ersten Kameraden begannen schon am frühen Morgen, die notwendige Büro und Kommunikationstechnik aufzubauen und die Infrastruktur zu schaffen. Wenig später trafen Vertreter aller zehn Brettener Feuerwehrabteilungen, also aus allen Stadtteilen ein, um mit Ihren Fahrzeugen die fiktiven Einsatzaufträge zu übernehmen, die Einsatzstellen anzufahren und simuliert abzuarbeiten. Schon bald wurden von der Feuerwehrleitstelle in Karlsruhe die ersten Einsätze nach Bretten geschickt und die Führungsmannschaft um den Einsatzleiter Karlheinz Leichle hatte alle Hände voll zu tun, um in wenigen Stunden weit über 40 Einsätze zu bearbeiten und zu koordinieren.

46 Einsätze nach schwerem Unwetter im Großraum Bretten
Susanne Altenbrand und Steffen Kley bei der Arbeit in der Kommunikations- und Funkzentrale im Brettener Feuerwehrhaus. 

Neben der Auswahl der geeigneten Einheiten und Fahrzeugen mussten beispielsweise über das THW mobile Stromerzeuger oder zusammen mit der Stadtverwaltung Notunterkünfte organisiert werden. Auch machten es die mitwirkenden Einsatzkräfte den Übenden gewollt nicht immer leicht und sorgten mit Rückmeldungen und Nachforderungen für keine ruhige Minute bei der Einsatzleitung.

46 Einsätze nach schwerem Unwetter im Großraum Bretten
Einsatzleiter Karlheinz Leichle (rechts) bespricht sich mit dem Lagekartenführer.

Pünktlich zum gemeinsamen Mittagessen um 12 Uhr war der Spuk vorbei und für alle Einheiten und Einsatzkräfte hieß es Übungsende. In einem Abschlussgespräch konnte der stellvertretenden Brettener Feuerwehrkommandanten Karlheinz Leichle ein durchweg positives Resümee aus der Übung ziehen und dankte den über 40 Mitwirkenden für ihre Tätigkeit. Er stellte fest, dass die vorhandenen Konzepte und Strukturen gut funktionieren und lobte die gute Zusammenarbeit aller Organisationen. Die Führungsgruppe der Feuerwehr Bretten, welche aus Kameraden verschiedener Abteilungen der Feuerwehr Bretten und Gondelsheim besteht, konnte auch einige neue Erkenntnisse aus den geübten Szenarien ziehen und zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Verlauf der Übung.

Bericht und Bilder: Achim Pleyer, Feuerwehr Bretten.

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