24. Geburtstag der Partnerschaft zwischen Ubstadt-Weiher und Montbard

Zu Freunden nach Ubstadt-Weiher

24. Geburtstag der deutsch-französischen Partnerschaft zwischen Ubstadt-Weiher und Montbard gefeiert
Ubstadt-Weiher (ups) Drei Tage hatte sich eine Delegation aus Montbard/Burgund auf den Weg gemacht, den 24. Geburtstag der Partnerschaft zwischen Ubstadt-Weiher und Montbard zu feiern. Groß war die Wiedersehensfreude, als endlich der Bus aus Montbard eintraf und herzlich der Empfang mit „Café et Gateaux“, also typisch deutsch mit Kaffee & Kuchen.


Dieses Mal lernten die Gäste bei einem gemeinsamen Ausflug Rastatt und Umgebung kennen. Bei der Führung durch das Residenzschloss Rastatt und dem Abstecher an das Rheinufer bei Plittersdorf wurde die konfliktreiche Vergangenheit zwischen Deutschland und Frankreich wieder ins Gedächtnis gerufen. „Heute, nur 70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs, gibt es einen grenzenlosen Personen- und Warenverkehr über den Fluss, Elsässer arbeiten in Baden, Badener wohnen im Elsass“, erinnerte Konrad Kröll, Vorstandsmitglied des Partnerschaftsvereins Francopain, die Ausflügler am Ufer des Rheines.

Bürgermeister Tony Löffler würdigte in seiner Rede am Partnerschaftsabend den Beitrag Montbards und Ubstadt-Weihers zur Völkerverständigung. „Das Zusammenrücken Europas nach Charlie Hebdo, der Ukraine-Krise, sowie dem Flugzeugunglück in den französischen Alpen war beeindruckend“, so Löffler. Laurence Porte, Bürgermeisterin von Montbard, nannte die Erinnerung als eine Aufgabe der Politik – um die Geschichte nicht zu vergessen und um zu verstehen, warum die deutsch-französische Freundschaft so wichtig sei. Sie lud bereits heute zu einer Gedenkveranstaltung ein, die 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 2018 in Montbard stattfinden wird.

Sylvia Müller-Wolff, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Francopain, ging auf die Bedeutung des Rastatter Friedens ein, der im Rastatter Schloss ausgehandelt wurde und Grundlage für eine längere Zeit des Friedens war. Auf viele gemeinsame Veranstaltungen blickte Isabelle Haezaert, die Vorsitzende des französischen Partnerschaftsvereins zurück. Alle Redner des Abends zeigten sich erfreut über den ersten Schüleraustausch vor wenigen Wochen, zwischen dem Collège Pasteur in Montbard und der Alfred-Delp-Realschule Ubstadt. Einen originellen Programmpunkt setzte der Ubstadt-Weiherer Künstler Lothar Gärtner: er fertigte ein 63-teiliges Puzzle, das gemeinsam von deutschen und französischen Gästen zusammengesetzt wurde und die Wappen beider Gemeinden darstellte.

Selbstredend, dass das leibliche Wohl an solch einem Partnerschaftsabend nicht zu kurz kam, auch das Tanzbein wurde geschwungen zu den Klängen vom Trio „Bella Musica“.
Nach einer deutsch-französischen Singstunde kam der tränenreiche Abschied am Sonntagmorgen. „A bientôt, chers amis“, bis zum Straßenfest in Stettfeld – dann wird es für einige ein Wiedersehen geben.

Ähnlicher Artikel

Besser geht´s nicht – Der Zug der Gaudi rockt Ubstadt

Besser geht´s nicht – Der Zug der Gaudi rockt Ubstadt

Tausende feiern friedlich den Höhepunkt der Ubstädter Fastnacht Am Dienstag erlebte Ubstadt einen Zug der…
Polizei zieht überwiegend positive Bilanz der Faschingsdienstagsumzüge in der Region

Polizei zieht überwiegend positive Bilanz der Faschingsdienstagsumzüge in der Region

Auf einen insgesamt positiven Verlauf des kann das Polizeipräsidium Karlsruhe am späten Dienstagnachmittag zurückblicken. Bei…
Narren entern das Ubstädter Flaggschiff

Narren entern das Ubstädter Flaggschiff

Captain Tony und seine Crew entmachtet Dieses Jahr hatte der Rathaussturm in Ubstadt-Weiher eher etwas…
Im Dunkeln ist gut Schunkeln

Im Dunkeln ist gut Schunkeln

So schön war der Dämmerungsumzug Zeutern 2018 Wenn andere sich am Sonntag-Abend allmählich zum Abendbrot…