Schweres Unwetter sucht Eppingen heim

Ein Unwetter bisher unbekannten Ausmaßes verbunden mit Starkregen richtete in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Eppinger Nordstadt und den Stadtteilen enorme Schäden an.

Innerhalb kürzester Zeit fielen teilweise mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Die starken Wassermassen haben dazu geführt, dass die Sammler und Kanäle überlastet waren und in der Talstraße, Emil-Thoma-Straße und den Spitzgärten erhebliche Wassermassen in Wohnungen, Keller, Garagen und Tiefgaragen eintraten. Ein ähnliches Bild bot sich vor allem in Adelshofen. Doch nicht nur die ergiebigen Niederschläge stellten ein Problem dar. Die Bräunlingsstraße, Orchideenstraße und Talstraße wurden von einer Schlammlawine überzogen, die von den umliegenden Feldern weggeschwemmt wurde. An privaten Gebäuden, Gewerbebetrieben und landwirtschaftlichen Anwesen sind immense Schäden entstanden. In letzter Minute konnte sich ein Bewohner retten. Er wurde in einer städtischen Wohnung untergebracht. Personenkraftwagen wurden weggespült. Das gesamte Ausmaß der Schäden lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Jedoch wurde bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag die Schwere der Situation deutlich.

Einsatzkräfte rund um die Uhr im Einsatz

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Eppingen mit ihren sieben Abteilungen, die Feuerwehren aus Gemmingen, Ittlingen, Bad Friedrichshall, Brackenheim, Schwaigern und Niederhofen, das Technische Hilfswerk sowie die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und der Stadtentwässerung waren 22 Stunden rund um die Uhr im Einsatz und sind dabei bis an die Grenzen der psychischen und physischen Belastbarkeit gegangen. Das Deutsche Rote Kreuz Eppingen stellte die Verpflegung der Einsatzkräfte und Helfer sicher. Das Polizeirevier Eppingen regelte den Verkehr. Das Katastrophenschutzamt des Landkreises Heilbronn und Vertreter des Hochwasser-Zweckverbandes Elsenz-Schwarzbach waren vor Ort. Innenminister Thomas Strobl, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und Landrat Detlef Piepenburg wurden durch Oberbürgermeister Klaus Holaschke umgehend über die Situation informiert und waren teilweise persönlich vor Ort. In einer beispielhaften gemeinschaftlichen Aktion haben die Einsatzkräfte, aber auch Landwirte aus Eppingen und den Stadtteilen, Eppinger Gewerbebetriebe, Bürgerinnen und Bürger von nicht betroffenen Bereichen und viele freiwillige Helfer mit entsprechenden Gerätschaften schnelle Hilfe geleistet. Die Stadt hat unter anderem unbürokratisch Abfallcontainer besorgt, um die Aufräumarbeiten zu erleichtern. Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Bürgermeister Peter Thalmann und der Leiter des Ordnungsamtes, Günter Brenner waren bis zum Einsatzende am Samstagnacht und am heutigen Sonntag vor Ort.

Hochwasserbecken und Kläranlage haben funktioniert

Die Hochwasserschutzbecken haben ihre Funktion vollständig erfüllt. Ohne den Einstau gerade der Hochwasserbecken in Adelshofen wäre ein weitaus größeres Schadenereignis entstanden. Bei den in kürzester Zeit angefallenen Wassermassen ist jede Rückhalteeinrichtung, jede Kanalisation, jede Schutzmaßnahme überfordert und nicht auf die Aufnahme solch extremer Mengen ausgelegt. Es ist daher nicht möglich, jemandem die Verantwortung für die Schäden zuzuweisen.

Wie geht es weiter?

Die Stadt Eppingen unterstützt die Bevölkerung bei der Beseitigung der Folgen dieser Katastrophe im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die Verwaltung hat in enger Abstimmung mit der Feuerwehr noch am Sonntag weitere Koordinierungsgespräche geführt. In der Stadtverwaltung ist die zentrale Anlaufstelle für alle von Unwetterschäden Betroffenen ab Montag, 8 Uhr, unter den Telefonnummern 07262/920-1174 oder -1228 zu erreichen.

Aktuelle Telefon-Hotlines bei Unwetter-Schäden

Für eine schnelle Abwicklung von Schäden nach den schweren Unwettern sollten Kunden zügig ihren Versicherer informieren. Mehr Infos für Betroffene Anwohner finden sich auf den Seiten des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes: http://www.gdv.de/2016/05/aktuelle-telefon-hotlines-bei-unwetter-schaeden/

 Weitere Informationen finden Sie auch auf www.eppingen.de.

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