• Bahnübergang, Kreisstraße und Unterführungen - Zahlreiche Straßensperrungen in Gondelsheim

…und wenn Sie nicht gestorben sind, dann warten Sie noch immer

Langes Warten am Gondelsheimer Bahnübergang bald Vergangenheit?

Gondelsheimer die vom Westen in den Osten der Gemeinde wollen, haben traditionell ein echt hartes Los gezogen. Dann anders als in Berlin zu DDR-Zeiten, wird der Ort nicht durch eine Mauer getrennt – dafür aber der Länge nach von Eisenbahngleisen. Dort herrscht so viel Verkehr, dass die Chance auf geöffnete Schranken am einzigen Übergang weit und breit erschreckend niedrig ausfallen. Für Menschen die auf dieses Nadelöhr angewiesen sind, kann dies nur zur Frustration führen. Stellen Sie sich vor sie lebten mit ihrer Familie auf dem Schlossbuckel und müssten ihre Kinder in  den Kindergarten, zur Schule und wieder retour bringen. Dann kaufen Sie vielleicht noch ein oder gehen einem Job nach. Schnell stehen Sie problemlos fünf Mal am Tag vor geschlossenen Schranken, die durch ein hundsmiserables Timing auch viel zu früh geschlossen werden. Unterm Strich verbringen Sie also rund eine Woche pro Jahr wartend vor dem Gondelsheimer Bahnübergang. Auf ihr Leben hochgerechnet wären das einige Monate Wartezeit.

Klar, dass die Gondelsheimer diesen Zustand nicht widerstandslos hinnehmen wollen. Welche Möglichkeiten gibt es? Man könnte den Bahnübergang entfernen und Gondelsheim in Ost und West aufspalten. Der Westteil arbeitet und kauft in Bruchsal ein, der Ostteil in Bretten und Kraichtal. Bei Bedarf können ja Care-Pakete über die Gleise geworfen werden. Da dies kaum eine praktikable Lösung ist, bleibt nur noch die Untertunnelung des Bahnübergangs, so dass Straße und Schiene sich nicht länger ins Gehege kommen. Dabei ist man schon jetzt kräftig in Verzug. Denn ein Kreistagsbeschluss sieht eigentlich die Fertigstellung eines solchen unterirdischen Kreisverkehrs bis 2019 vor. Dies war auch die Grundlage für den Bürgerentscheid im Jahre 2012, bei dem sich eine überwältigende Mehrheit für die Beseitigung des Bahnübergangs mittels eines unterirdischen Kreisels entschieden hatte.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit Landrat Dr. Christoph Schnaudigel wurde nun einmal mehr ganz deutlich: Gondelsheim braucht eine Lösung der Bahnübergangs-Problematik und zwar eine rasche. Daran ließen Bürgermeister Markus Rupp und die Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats keinen Zweifel. „Wir erwarten, dass der Kreistagsbeschluss mit Nachdruck umgesetzt wird“, betonte Bürgermeister Markus Rupp. „Anfang 2017 Einigung mit der Bahn, dann Einleitung des Planfeststellungsverfahrens und Baubeginn für den unterirdischen Kreisel allerspätestens im Jahr 2022“ – so der vom Landrat in Aussicht gestellte Termin.

 

 

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