So schön war der Naturparkmarkt in Oberderdingen

Regionale Produkte beim Naturparkmarkt bereicherten Oberderdinger Ortsjubiläum

Der ehemalige klösterliche Amthof in Oberderdingen bot ein traumhaftes Ambiente für den 1. Oberderdinger Naturparkmarkt im Rahmen des 1250jährigen Ortsjubiläums der Gemeinde. Dem sonnigen Sommerwetter war es geschuldet, dass dieser Naturparkmarkt wohl als „Markt der Strohhüte“ in die Naturparkannalen eingehen wird. Umso angenehmer, dass der alte Baumbestand und die historischen Gemäuer des Amthofes überall schattige Plätzchen schufen, die zum Verweilen und Genießen einluden. Und auch wenn Oberderdingens Bürgermeister Thomas Nowitzki zur Begrüßung auf das bis in das Jahr 1555 zurückreichende Marktrecht der Gemeinde und die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Naturpark verwies: den „Zehnten“ aus den Erlösen der Marktbeschicker aus der Region erhielt er trotzdem nicht. Schließlich ist es das Ziel der Naturparkmärkte, die regionalen Erzeuger zu unterstützen, die mit ihrer Arbeit für die Pflege der reizvollen Naturparklandschaft sorgen.

Naturparkvorsitzender Andreas Felchle nahm dabei die Verbraucher in die Verantwortung: „Wir entscheiden mit unserem Einkauf über die Art der Produktion“. Die Region würde – in übertragenem Sinne – ärmer, wenn sie nicht durch Landwirte, Wengerter oder Imker gepflegt und genutzt würde. Schließlich seien Naturparke keine Wildnis, sondern von Menschenhand möglichst nachhaltig bewirtschaftete Kulturlandschaften. Auch die Oberderdinger Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz hob die Bedeutung der Naturparkmärkte hervor, wenn es darum gehe, Erzeuger und Konsumenten zusammen zu bringen, ganz im Sinne des magischen Dreiecks von Naturschutz, Landnutzung und Tourismus. In diese Kerbe schlug auch Joachim Kößler, MdL, indem er darauf hinwies, dass auf den Naturparkmärkten die Produkte quasi ein Gesicht erhielten, wenn Marktbesucher und Marktbeschicker ins Gespräch kommen und sich über die Produktionsweise und deren Hintergründe austauschen könnten.

Den krönenden Abschluss der offiziellen Markteröffnung lieferte schließlich die Württemberger Weinkönigin, Mara Walz aus Ensingen, auch sie im Naturpark fest verwurzelt. Der Naturparkmarkt in Oberderdingen, gemeinsam ausgerichtet mit den Oberderdinger Weintagen, liefere ein perfektes Beispiel für die Umsetzung des Naturparkslogans: Wein. Wald. Wohlfühlen. Dies ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen und nutzten weidlich das Angebot an den liebevoll gerichteten Ständen, vom Apfelsaft bis zum Ziegenkäse, vom Honig bis zum Holzofenbrot. Unnötig zu erwähnen, dass gestern das Wildobsteis von Familie Mitsch aus Sulzfeld einer der Renner war. Und auch die Mitmach- und Informationsangebote von Naturpark, Gemeinde, Heimatkreis und Erdgas Südwest fanden zahlreiche Interessenten. Fazit: der Naturparkmarkt in Oberderdingen war nicht der erste, aber sicher einer der schönsten Märkte, die vom Naturpark in der Region ausgerichtet wurden.

Redaktion: Dietmar Gretter

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