Sieg-Entwurf der neuen Gemeinschaftsschule Kraichtal gekürt

Sieg-Entwurf der neuen Gemeinschaftsschule Kraichtal gekürt
Das Preisgericht hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Neubau Gemeinschaftsschule Kraichtal am Standort Münzesheim

Das Preisgericht hat entschieden / 21 Modelle in Münzesheimer Mehrzweckhalle ausgestellt

Viel gehört und gelesen hat man in den vergangen Wochen und Monaten rund um das Thema Gemeinschaftsschule. Auch in Kraichtal steht die neue Schulart – welche Bildungsstandards der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums anbietet – regelmäßig ganz oben auf der Tagesordnung bei Sitzungen des Gemeinderates und des Technischen Ausschusses. Der Gemeinderat war es schließlich auch, der Mitte Mai 2013 die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule an der Markgrafen-Schule Münzesheim beschlossen hat und damit „einen Stein ins Rollen brachte“. Mit dem Grundsatzbeschluss vom März dieses Jahres für den Schulstandort Münzesheim folgte zeitgleich die Entscheidung für die Durchführung des VOF-Vergabeverfahrens mit „eingeschobenem, europaweitem, nichtoffenem Planungswettbewerb nach RPW-Richtlinien 2013“ und die Durchführung des VOF-Vergabeverfahrens nach VOF 2009.

Schulbetrieb soll im Schuljahr 2017/18 im Neubau starten

GMS Kraichtal
So könnte die GMS bald aussehen

Die Werkrealschule „Markgrafenschule“ in Kraichtal-Münzesheim hat seit dem Schuljahr 2014/15 damit begonnen, sich zur Gemeinschaftsschule umzuwandeln.
Zur optimalen Umsetzung des neuen pädagogischen Konzepts sind die Räume für die Gemeinschaftsschule auf dem Schulgelände zusammen mit einer Mensa für den gesamten Campus neu zu errichten. „Um möglichst viele Vorschläge für die Neugestaltung der Schule zu erhalten, wurde im Vorfeld ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Dies ist eines der geeignetsten qualitäts- und projektorientierten Mittel zur Ermittlung der besten Lösung hinsichtlich Städtebau, Funktion, Ökonomie und Sozialverträglichkeit für ein bestimmtes Projekt – und damit für alle Kriterien der Nachhaltigkeit“, weiss Werkleiter Gerhard Süpfle von den Stadtwerken Kraichtal.

Am Wettbewerb nahmen 21 Planungsbüros teil. Ein elfköpfiges Preisgericht – bestehend aus Bürgermeister Hintermayer, Architekten, Vertretern aus den Gemeinderatsfraktionen – beurteilte binnen eines Tages die eingereichten Arbeiten. Schließlich stand die Entscheidung nach zwei Wertungsdurchgängen mit kontroverser Diskussion fest: Erster Preisträger ist ein Büro aus München, die Plätze zwei und drei belegen Architekten aus Stuttgart (Käppel und Klieber) und Köln (mvm+starke). „Überzeugt hat das Münchner Modell der Asböck Architekten GmbH in erster Linie durch sein ausgewogenes Raumprogramm, die gelungene Einbildung in die Landschaft sowie sein Kosten-Nutzen-Verhältnis“, verriet Bürgermeister-Stellvertreter Alfred Richter am Montagnachmittag, 2. November, bei der Ausstellungsöffnung in der Münzesheimer Mehrzweckhalle. Ein wichtiges Kriterium des Preisgerichts war das Zusammenwirken zwischen Bestandsgebäude und Neubau. Letztgenannter soll mit Mensa und Musikraum das kommunikative Zentrum der Schule werden, sprich das „Herzstück“ eines pulsierenden Schulalltags. Ein Aspekt sind hierbei die „grünen Klassenzimmer“, bei denen später einmal viel Unterricht im Freien abgehalten werden soll.

Europaweiter Planungswettbewerb ist einmalig in der Kraichtaler Geschichte

Fachpreisrichter Wolfgang Riehle, Freier Architekt und Stadtplaner aus Reutlingen, erläuterte die weiteren Schritte: „Das Wettbewerbswesen sieht vor, dass die endgültige Auftragsvergabe vom Kraichtaler Gemeinderat zu fällen sein wird. Das Preisgericht ist lediglich ein empfehlendes Gremium.“ Fest steht jedoch, dass eines der drei erstplatzierten Büros den Auftrag zum Neubau der Gemeinschaftsschule erhalten wird. Ende des Monats folgen die entsprechenden Bietergespräche, welche die Grundlage für die endgültige Entscheidung für die Auftragsvergabe bieten. Während das Vergabeverfahren am 16. Dezember dieses Jahres in öffentlicher Gemeinderatssitzung abgeschlossen werden soll, beginnt für das Büro, das letztendlich den Auftrag erhält, die eigentliche Arbeit. Die Baumaßnahme wird den Haushalt der Stadt Kraichtal in den nächsten Jahren mit einem zweistelligen Millionenbetrag belasten – „dies ist einmalig in der Geschichte der Stadt Kraichtal“, weiss Bürgermeister-Stellvertreter Alfred Richter. Wir werden also auch in Zukunft noch viel hören und sehen von der neuen Gemeinschaftsschule in Kraichtal.

Redaktion: Nadja Schüßler

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