Schulsozialarbeit ist in Östringen unentbehrlich geworden

Schulsozialarbeit ist in Östringen unentbehrlich gewordenWeites Spektrum von der individuellen Beratung bis zu Gruppenangeboten

Breiten Raum nahm bei der jüngsten Sitzung des Östringer Gemeinderats die Aussprache über den Stand der Schulsozialarbeit an den städtischen Bildungseinrichtungen ein. Im Wege einer Kooperation mit dem Caritasverband Bruchsal unterstützt Östringen seit mittlerweile sieben Jahren die Schulen in kommunaler Trägerschaft bei der Erfüllung ihrer pädagogischen und erzieherischen Arbeit mit der Bereitstellung von Fachkräften für Schulsozialarbeit.

Wie Bürgermeister Felix Geider im Rahmen der Debatte des Stadtparlaments informierte, stehen nach sukzessivem Ausbau mittlerweile für das Leibniz-Gymnasium, für die Thomas-Morus-Realschule, für die Grund- und Werkrealschule Odenheim sowie für die Silcher-Grundschule Östringen insgesamt 2,5 Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit zur Verfügung. Im Entwurf für den aktuellen Östringer Jahresetat, über den der Gemeinderat am 7. März Beschluss fasst, werden die diesbezüglichen Aufwendungen für Fachpersonal und Geschäftsaufwendungen mit deutlich über 160.000 Euro beziffert, teilweise gegenfinanziert wird das besondere kommunale Engagement bei diesem Thema allerdings mit Zuschüssen des Landkreises und des Landes Baden-Württemberg in Höhe von insgesamt gut 67.000 Euro. „Den Östringer Schulen steht ein qualitativ gutes Angebot zur Verfügung, das nach gegenwärtigem Stand auch personell auskömmlich besetzt ist“, bewertete Bereichsleiter Rafael Dreher vom Caritasverband nun bei der Ratsdebatte die aktuelle Situation. Sich rasch verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf das schulische Geschehen müssten indessen kontinuierlich beobachtet werden, um bei der Fachkräfteausstattung im Bedarfsfall sachgerecht nachsteuern zu können.

Die Einzelfallhilfe und die individuelle Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern bilden unabhängig von der jeweiligen Schulart und vom Alter der Kids nach wie vor einen ganz maßgeblichen Schwerpunkt im Tätigkeitsfeld der städtischen Schulsozialarbeiter, das machten Christian Krämer und seine Kolleginnen Pamela Dietz, Heike Laier und Elke Aschekowski bei ihrer Berichterstattung vor den Gemeinderäten deutlich. Gefordert sind die Experten des Caritasverbands, die im kontinuierlichen fachlichen Austausch mit Institutionen wie der Psychologischen Beratungsstelle stehen, insoweit in unterschiedlichsten Zusammenhängen, angefangen von Schulangst über Konflikte im Elternhaus bis hin zu konkreten Anhaltspunkten für eine Gefährdung des Kindeswohls, die im Einzelfall auch die Einschaltung des Jugendamts notwendig machen können.

In ihrer täglichen Arbeit setzen die Schulsozialarbeiter daneben immer wieder auch präventive Impulse, so zum Beispiel durch die Aufklärung über Gefahren im Internet, durch spezielle Übungsreihen zur Stärkung der sozialen Kompetenz oder durch Gruppenprojekte für Schulklassen. Bei der Aussprache im Gemeinderat wurde über alle Fraktionsgrenzen hinweg die außerordentliche Wertschätzung für die Schulsozialarbeit deutlich. CDU-Fraktionschef Jürgen Lakatos freute sich insoweit besonders auch über die Rückmeldung von Verwaltung und Fachträger, dass die den verschiedenen Bildungseinrichtungen zugeordneten Stellenanteile bei speziellen Herausforderungen an einzelnen Schulen durchaus auch mit gewisser Flexibilität gehandhabt werden können. „Schulsozialarbeit ist wichtig und kostet Geld. Keine Schulsozialarbeit zu leisten, ist auf lange Sicht für unsere Gesellschaft jedoch wesentlich teurer“, fasste Stadtrat Gerd Rinck (SPD) die in dieser Frage einvernehmliche Haltung des Ratsgremiums zusammen.

Redaktion: Wolfgang Braunecker

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