Saunieren im Kraichgau wird teurer

Saunieren im Kraichgau wird teurerAb dem 1. Juli wird für Saunaeintritte der Regelsteuersatz von 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Saunagästen könnte also bereits an der Kasse der Schweiß ausbrechen, denn: Saunieren im Kraichgau wird teurer!

Nicht nur hier greift dann eine bundesweite Änderung in der Besteuerung von Saunabesuchen. Seit 1968 werden für einen Saunaeintritt 7 Prozent Mehrwersteuer berechnet, ab Mitte 2015 sind es die regulären 19 Prozent. Ein sattes Plus von 12 Prozent. Für die Badbetreiber eine harte Nuss, die Ihnen seit Monaten Kopfzerbrechen bereitet. Immerhin wurde der Einführungstermin der Steueränderung nach lautstarken Protesten der Branche bereits um ein halbes Jahr verzögert. Doch muss man sich nun der Frage stellen, wer die Preiserhöhung tragen soll: Das Bad, die Badegäste oder beide? Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt denn gerade durch den Saunabereich verdienen die Bäder Geld – Schwimmbäder hingegen sind meist ein Verlustgeschäft. Wir haben bei den großen Sauna-Anlagen im Kraichgau nachgefragt, wie die Preise sich bei Ihnen entwickeln werden.

Keine Rückmeldung konnten wir bisher vom Betreiber der größten Sauna Deutschlands erhalten: Die Thermen & Badewelt Sinsheim setzen für eine Tageskarte in der Sauna immerhin 33 Euro an – eine Erhöhung um 12 Prozent wäre da nicht unerheblich.

Das Sasch in Bruchsal hat die Karten hingegen bereits auf den Tisch gelegt: Hier wird die Steuererhöhung auf die Eintrittskarten aufgeschlagen. Konkret heißt das: Eine Tageskarte wird statt 12 Euro ab dem Sommer 13,50 Euro kosten. Trotzdem gehört das Sasch, das von den Stadtwerken Bruchsal betrieben wird, dann immer noch zu den günstigsten Anbietern in der Region.

In Bretten kann man schon fast von Glück sagen, dass die Erhöhung in die Phase fällt, in der die Saunalandschaft umgebaut und erweitert wird. Von April 2015 bis Oktober 2016 ist wegen der Umbauarbeiten die Anlage geschlossen – danach wäre das Preisgefüge ohnehin angepasst worden . Auf diese Art und Weise gibt es hier durch die Steuererhöhung keinen adäquaten Vorher-Nachher-Vergleich.

Das Aquadrom in Hockenheim ringt derzeit noch mit sich, die richtige Balance für den neuen Preis zu finden. Hier stehen noch keine konkreten Zahlen fest – sicher ist aber: Der alte Preis ist nicht mehr zu halten, es wird wohl etwas teurer. Die gleichen Überlegungen gibt es in Bad Rappenau: Das Rappsodie wird in jedem Fall die Preise erhöhen, ist sich aber über den geplanten Umfang noch nicht im Klaren. Eventuell werden die Schwimmbadpreise hier ebenfalls leicht erhöht um den Preisanstieg für die Saunagäste moderat zu halten. Auf Rückmeldung warten wir derzeit noch aus dem Thermarium in Bad Schönborn – sobald es Neues gibt, lesen Sie es hier.

 

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