S-Bahn-Ausbau und neue Haltestellen – Kreistag diskutiert Nahverkehr

S-Bahn-Ausbau und neue Haltestellen - Kreistag diskutiert NahverkehrSchwerpunkt Schienenverkehr

Personen- und Güterbeförderung im Verwaltungsausschuss des Kreistags

Kreis Karlsruhe. Mit dem Schienenverkehr befasste sich der Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung vom 10. Dezember. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel informierte, dass es für den Ausbau der zweiten Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar, an dem der Landkreis mit den Strecken Karlsruhe-Mannheim und Heidelberg – Bruchsal – Karlsruhe beteiligt ist, einen neuen Rahmenterminplan gibt. Demnach sollen die Haltepunkte Wiesental und Waghäusel jeweils von April bis Juni bzw. Juli 2017 ausgebaut werden. Die Haltepunkte Bad Schönborn-Kronau und Bad Schönborn-Süd sollen im zweiten und dritten Quartal 2019, der Haltepunkt Ubstadt-Weiher im ersten bis dritten Quartal 2019 ausgebaut werden. Im gleichen Zeitraum soll auch der neue Haltepunkt Stettfeld-Weiher errichtet werden.

Der Landrat berichtete weiter, dass nach mehrfachen Gesprächen der kommunalen Seite mit dem Land Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn erreicht werden konnte, dass die Planungskosten auf 24% gedeckelt werden. Das bedeutet für den Landkreis und die betroffenen Städte und Gemeinden mehr Planungssicherheit und weniger finanzielle Risiken. Das Gremium nahm weiterhin zur Kenntnis, dass das AboPlus-Ticket, mit dem Abbonnements des Karlsruher Verkehrsverbundes und des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar auf einer Karte kombiniert werden können, sehr gut angenommen wird. 1.107 Pendler und Schüler nutzen aktuell dieses Angebot im Bereich Überlappungsbereich beider Verkehrsverbünde. Um dieses Angebot zu ermöglichen muss der Landkreis Karlsruhe 200.000 EUR übernehmen. Es wäre wünschenswert, so der Verwaltungsausschuss, wenn sich das Land Baden-Württemberg – ähnlich wie bei einigen anderen Tarifübergangsregelungen – auch hier an den Kosten beteiligen würde, da durch dieses richtungsweisende Ticket ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis in der Region unter Beweis gestellt werden konnte.

Ein aktueller Sachstand wurde zur Regionalexpress-Verbindung von Stuttgart über Bretten und Bruchsal nach Heidelberg gegeben: Hier plant das Landesverkehrsministerium ab Juni 2019 statt der Direktverbindung einen Metropolexpress zwischen Stuttgart und Bruchsal; die Weiterfahrt nach Heidelberg erfolgt dann über die bestehende S-Bahn S3. Aufgrund eines dichteren Taktes werden dafür aber mehr Verbindungen geschaffen. Das Gremium begrüßte, eine Aussage der zuständigen Staatssekretärin, wonach geprüft werde, ob zu gewissen Zeiten auch weiterhin umsteigefreie Verbindungen zwischen Stuttgart und Heidelberg angeboten werden können. Das Gremium forderte, dass ein Umstieg in Bruchsal für die Fahrgäste ohne wesentliche zeitliche Verzögerung sowie kundenfreundlich erfolgen muss. Generell müsse bei einem neuen Konzept das Schienenangebot des Landes qualitativ und quantitativ den Fahrgastbedürfnissen entsprechen.

Zur Kenntnis nahm das Gremium auch, dass seitens des Bundesverkehrsministeriums eine offene Variantendiskussion in Bezug auf den Schienengüterverkehr im Korridor Rotterdam-Genua zugesagt wurde, von dem die Region Karlsruhe tangiert ist. Sowohl der Regionalverband Mittlerer Oberrhein, dessen Vorsitzender Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ist und auch der Kreistag hatte sich dafür ausgesprochen hatte, frühestmöglich beteiligt zu werden. (LRA KA)

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