Rückbau des Östringer Hallenbads in vollem Gang

Rückbau des Östringer Hallenbads in vollem Gang

Am Ende bleibt nur grüne Wiese

Bereits weit fortgeschritten sind derzeit in Östringen die Arbeiten zum Abriss des maroden städtischen Hallenbads. Ein auf solche Projekte spezialisiertes Fachunternehmen aus Winterlingen im Zollernalbkreis, dem als günstigstem Bieter zum Preis von knapp 200.000 Euro der Zuschlag für die Baumaßnahme erteilt worden war, hatte schon kurz vor Beginn der Sommerferien das Baufeld abgesperrt und mit der Entkernung des Gebäudes begonnen. Dabei wurde zunächst rund um das abzubrechende Objekt die obere Humusschicht entfernt und bis zur Verwendung bei der Verfüllung der Baugrube zwischengelagert. Zu Beginn der Rückbauarbeiten wurde zudem sämtliches Inventar im Erd- und Untergeschoss des Hallenbads demontiert und ausgeräumt.

Ein besonderes Augenmerk gilt in allen Phasen der Abrissarbeiten einer sorgfältigen Separierung der verschiedenen anfallenden Materialien, darunter eine Reihe von beispielsweise in der Dämmung enthaltener sogenannter Künstlicher Mineralfasern (KMF), die getrennt voneinander zu entsorgen sind. Im Bereich des Dachaufbaus arbeiteten die beteiligten Fachkräfte beim Rückbau der Styroporauflagen und der Aluminiumkaschierungen an der Unterseite mit Seilsicherungen. Plattenweise wurde der Dämmstoff demontiert und sofort verladen, die Umgebung wurde anschließend auf Verwehungen von Styroporteilen überprüft. Auf eine strenge Trennung der unterschiedlichen Abfallfraktionen wie Asphalt, Kleber, Estrich und mineralischem Material musste auch beim Ausbau der Bodenbeläge in der Schwimmhalle und in den Funktionsräumen geachtet werden.

Nach der zwischenzeitlich vollzogenen Entfernung der asbesthaltigen Abdichtungsbahnen vom Dach des Hallenbads unter Beachtung der fachlich vorgegebenen Sicherheitsvorkehrungen wird nun in den kommenden Tagen die äußere Hülle der Schwimmhalle zurückgebaut, die zwischenzeitlich schon seit 2006 wegen erheblicher baulicher Mängel geschlossen war. Das Gebäude war ursprünglich 1977 für den Schwimmunterricht der Schulen und für die Öffentlichkeit in Dienst gestellt worden. Nach intensiver Begutachtung aller Optionen und teils kontrovers geführten Debatten hatte sich der Östringer Gemeinderat mit Blick auf die beträchtlichen Kosten einer Sanierung von rund 2,5 Millionen Euro und das mit jährlich rund 300.000 Euro sehr hohe laufende Defizit des Badbetriebs im November 2012 endgültig gegen eine Wiederinbetriebnahme und für den Abbruch des Hallenbads entschieden.

Alle beim Rückbau anfallenden Abfallmaterialien werden nun in den kommenden Tagen abtransportiert, bis schließlich die leere Baugrube voraussichtlich bis Ende September wieder mit unbelastetem Erdmaterial verfüllt werden kann. Nach Abschluss des Projekts bleibt lediglich „grüne Wiese“ zurück, das Östringer Hallenbad an der Johann-Strauss-Straße ist dann endgültig Geschichte.

Redaktion: Wolfgang Braunecker

Ähnlicher Artikel

So hast Du Dein Östringen noch nie gesehen….

So hast Du Dein Östringen noch nie gesehen….

Der neue Imagefilm der Stadt feierte Premiere Zwölf Monate dauerten die Dreharbeiten für den neuen…
Fasching 2018 – Alle Termine im Kraichgau

Fasching 2018 – Alle Termine im Kraichgau

Mund abbuzze, Kappen auf und los geht´s Die fünfte Jahreszeit in der Region hat begonnen!…
Fast-Food-Notstand im Kraichgau entschärft

Fast-Food-Notstand im Kraichgau entschärft

Während in Bruchsal das Fast Food-Angebot üppig ausfällt, herrscht in Eppingen, Kraichtal und Östringen immer…
Rauschende Party zum Auftakt des Östringer Jubeljahres

Rauschende Party zum Auftakt des Östringer Jubeljahres

Östringen feiert die Ersterwähnung vor 1.250 Jahren Eine große öffentliche Silvesterparty auf dem Kirchbergplatz sorgte…