Rock meets Gospel & Jazz Chor Kirrlach

Rock meets Gospel& Jazz Chor Kirrlach
Rock meets Gospel& Jazz Chor Kirrlach

Vielen Besuchern des Konzerts des Gospel- und Jazzchors, einer Formation des GV Liederkranz Kirrlach, werden am Sonntag noch die Knie vibriert haben. Denn der Groove, wie man die rhythmische, gefühlvolle und wiederkehrende Machart des Konzert-Programms bezeichnet, war einfach mitreißend. Der Maestro, so könnte man den engagierten Chorleiter Reiner Senger besser nennen, führte mit leichter Hand, aber kurzen und prägnanten Zeichen und Gesten. Man spürte die Begeisterung der Protagonisten, die sich schnell auf das applausfreudige Auditorium übertrug.

Zum grandiosen Chor hatte sich Reiner Senger mit Stefan Spiess (Bass), Tristan Senger (Drums), Robert Ahl Hammond/Piano), Alfredo Bonella, Michael Flick (Sax), und Karl Vollmer (Mundharmonika) eine ebenso erstklassige Begleitband zusammengestellt. Das facettenreiche Programm beinhaltete bis zu achtstimmige, zweifach belegte Chorsätze und anspruchsvolle Jazz-Arrangements. Mit Gospel, Blues und Rock hat der Chor eine breite Palette der ohrgenehmsten Songs aus vielen Jahrzehnten und Stielrichtungen im Repertoire.

Es waren Stücke wie „Songs Brigham Young“, „Rag ’n’ Bone Man“, und „I sing my song“ aus dem Gospel Genre vertreten, während „Long train running“, “Sun body to love”, “Teach you Children” und „Another Brick in the wall“, die Rock und Pop Kategorie vertraten. Zu letzterem Song hatte sich Reiner Senger Viertklässler aus Kronau und Schüler aus der Oberstufe des Copernicus Gymnasiums Philippsburg ins Ensemble geholt.

„Morning of my Life“, „Engel“ von „Rammstein“, Let me entertain you und ein genial interpretiertes Meddley aus Michael Jackson Songs setzen den bunten Melodienreigen fort. Die melodischen Wellen der Superlative trugen Lieder wie „Fields of Gold“, „Fix you“, einem unter die Haut gehenden Liebeslied, „Long and winding road“. „I sing my song“ läutete die Schlussphase des Konzerts ein. Selina Senger und Lisa Rau spielten auf ihren Querflöten das Intro für den Led Zeppelin Song „Stairway to heaven“, der als Finale auf dem Programm stand und vom -mit einer begnadeten Stimme ausgestatten- Thomas Stegmüller gesungen wurde. Dieses Attribut galt übrigens für alle Vokal-Solisten, wie Roland Oechsler, Heribert Haag, Jasmin Oechsler, Katharina Richter, Peter Schwab, Tanja Schweikart und Willi Schuhmacher.

Doch es ging natürlich nicht ohne Zugaben. Bei der ersten „A Whiter Shade Of Pale“ bat (nötigte) Maestro Senger seinen Jugendfreund und Ehrengast Oberbürgermeister Walter Heiler auf die Bühne und dieser gekonnt den Part des Pianisten übernahm. Das, alle Plätze der großen Rheintal-Halle belegende Publikum, wollte noch mehr und veranlasste den launigen Moderator Sören Kösel den Dirigenten zu fragen: „Die stehe immer noch, wolle mer noch emol“. Und so fanden der „fröhliche Tag“ und mit ihm das grandiose Konzert, ihren passenden Höhepunkt im Gospelsong „O happy Day“.

Redaktion: Frieder Scholtes

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