Regionalexpress-Streichung – Brettens Gegenvorschlag bleibt ungehört

Regionalexpress-Streichung - Brettens Gegenvorschlag bleibt ungehört

 

Stadt Bretten erarbeitete Lösung für Bahnverbindung Stuttgart-Heidelberg

Die geplante Aufgabe der Regionalexpressverbindung Heidelberg – Stuttgart hat die Stadtverwaltung Bretten, Bürgerinnen und Bürger der gesamten von der Streichung dieser Verbindung betroffenen Region beschäftigt. Schon im April wurde im Gemeinderats-Ausschuss „Stadtentwicklung, Verkehr und Bauen“ die Thematik erörtert und Lösungen erarbeitet. Diese wurden vom Stadtplaner Ulrich Braun zu einem Konzept zusammengefasst und dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur vorgelegt.

Der zentrale Lösungsansatz sieht vor:
Eine durchgängige Verbindung Bruchsal – Bretten – Mühlacker – Vaihingen (Enz) – Bietigheim/Bissingen – Ludwigsburg – Stuttgart verkehrt stündlich und bedient zwischen Bruchsal und Mühlacker alle Haltepunkte, um ab Mühlacker als Regionalexpress gekoppelt mit der Linie von Pforzheim mit wenigen Zwischenhalten zum Hbf Stuttgart zu verkehren. Versetzt um eine halbe Stunde verkehrt in Gegenrichtung während der Hauptverkehrszeit ab Bretten eine Linie Bretten – Heidelberg, die zwischen Bretten und Bruchsal alle Haltepunkte bedient und ab Bruchsal als Regionalexpress mit wenigen Zwischenhalten in Bad Schönborn/Kronau, Wiesloch/Walldorf zum Hbf Heidelberg verkehrt. Bei Einsatz baugleicher Fahrzeuge könnte der Zug in Bruchsal mit einem von Karlsruhe kommenden Regionalexpress gekoppelt werden.

Regionalexpress-Streichung - Brettens Gegenvorschlag bleibt ungehört
BM Nöltner und OB Wolff

„Die Reisezeiten wären damit zwar länger als im heutigen Regionalexpress, es könnte damit allerdings eine umsteigefreie Verbindung angeboten werden und ab Bruchsal ginge es wie bisher zügig nach Heidelberg. Umgekehrt könnte der Regionalexpress aus Heidelberg in Bruchsal geteilt werden und als S-Bahn alle Haltestellen bis Bretten-Bahnhof bedienen“, erläuterte Oberbürgermeister Martin Wolff den Brettener Vorschlag im Mai dieses Jahres in einem Brief an das Verkehrsministerium.

Bisher gibt es keine Reaktion aus Stuttgart. Das hat Bürgermeister Michael Nöltner veranlasst, das Ministerium zu einer zeitnahen Antwort aufzufordern: „Wir hatten eine Lösungsidee vorgeschlagen, die bezogen auf Bretten trotz Wegfalls des RE-Express eine umsteigefreie Verbindung sowohl im Richtung Stuttgart als auch in Richtung Heidelberg – während der Hauptverkehrszeit – ermöglicht.“ Da auf das Schreiben der Stadt noch keine Antwort kam, wolle er den Brettener Vorschlag noch einmal in Erinnerung rufen. Die Zeit dränge da solch eine Neuorientierung sowohl Planungszeit bei den Verkehrsanbietern als auch Umstellzeit bei den Pendlern erfordert, erklärt BM Michael Nöltner. (Mitteilung: Stadt Bretten)

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