Polizei gelingt massiver Schlag gegen Schleuser

Polizei gelingt massiver Schlag gegen SchleuserSchleusungen – Wohnungsdurchsuchungen bei Tatverdächtigen

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Schleuser (GES) der Bundespolizeidirektion Stuttgart und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Wohnungsdurchsuchungen bei mutmaßlichen Schleusern durchgeführt und einen europäischen Haftbefehl aus Italien vollstreckt.

Es besteht der konkrete Tatverdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern. Der Haupttatverdächtige ist ein 49-jähriger deutscher Staatsangehöriger somalischer Herkunft, wohnhaft in Karlsruhe. Ferner wird gegen seinen mutmaßlichen Tatgehilfen, einen 43-jährigen somalischen Staatsangehörigen, wohnhaft in Reutlingen, ermittelt. In einer mit den italienischen Behörden abgestimmten Aktion sind in Deutschland drei Wohnungen in Karlsruhe und Reutlingen durchsucht und der somalisch-stämmige Deutsche verhaftet worden. In Italien wurden ebenfalls mehrere Wohnungen durchsucht und mutmaßliche Schleuser festgenommen. Bei der Durchsuchung wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Auswertung und weitere Ermittlungen dauern an.

Die jetzt durchgeführten Maßnahmen sind das Ergebnis einer engen justiziellen und polizeilichen Zusammenarbeit der deutschen und italienischen Ermittlungsbehörden, die durch die EU-Justizbehörde Eurojust mit Sitz in Den Haag koordiniert wurde.

Die italienische Nationale Antimafia-Staatsanwaltschaft (Direzione Nazionale Antimafia – DNA) führt zusammen mit der Staatsanwaltschaft in Salerno/Italien ein Ermittlungsverfahren gegen eine international agierende somalische Organisation wegen gewerbs- und bandenmäßiger Einschleusung von somalischen Staatsangehörigen.

Nach den Ermittlungen in Deutschland besteht der Verdacht, dass der in Karlsruhe lebende somalisch-stämmige Deutsche und sein mutmaßlicher somalischer Gehilfe als sogenannte „Hawala-Händler“ tätig sind. Sie sollen Geldtransferleistungen in das Ausland und vom Ausland nach Deutschland nach dem Hawala-Prinzip getätigt haben.

Zur Einzahlung und Auszahlung von Geldbeträgen an seine „Kunden“ habe sich der Hauptbeschuldigte sogenannter regionaler Agenten bedient. In diesem Zusammenhang besteht der Verdacht, dass der Hauptbeschuldigte mit seiner Tätigkeit als „Hawala-Händler“ Menschenschleusungen von Italien nach Deutschland organisiert und größere Bargeldsummen illegal ins Ausland verbracht hat.

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Stuttgart

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