Philippsburg: Mehrere Schockanrufe – Seniorenpaar um 15.000 Euro betrogen

Philippsburg: Mehrere Schockanrufe - Seniorenpaar um 15.000 Euro betrogen
Symbolbild

Polizei warnt vor Telefonbetrügern

Insgesamt 15.000 Euro hat ein gutgläubiges Seniorenpaar am Montagmorgen dreisten Betrügern in Graben-Neudorf in bar ausgehändigt. Eine 80-jährige Dame und ihr 81 Jahre alter Partner erhielten gegen 10.30 Uhr den Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten, der in russischer Sprache von einem schweren Unfall berichtete. Um eine angeblich drohende Inhaftierung des in den Unfall verwickelten Sohnes abzuwenden verlangte der Anrufer zunächst 10.000 Euro. Um die Glaubwürdigkeit der Forderung zu untermauern, reichte der Unbekannte den Telefonhörer an einen weinerlich klingenden Mann weiter. In der Annahme ihren Sohn gehört zu haben, überreichten sie das verlangte Geld einem rund 30 Minuten später an der Haustüre klingelnden Betrüger. Nur etwa eine viertel Stunde später erschien der gleiche Täter erneut und forderte nochmals 5.000 Euro. Auch diese wurden ihm ausgehändigt. In drei weiteren Fällen blieben die Schockanrufe indes erfolglos. In der Zeit zwischen 10.30 bis 12.30 Uhr waren unter gleichen Behauptungen ebenfalls mehrere tausend Euro von einer 77-jährigen Frau im gleichen Ort und von zwei weiteren 63 und 75 Jährigen aus Philippsburg verlangt worden. In einem dieser Fälle konnte die Übergabe von 8.000 Euro an den bereits an der Tür wartenden Mann durch das Einschreiten eines zufällig anwesenden Pflegedienstes gerade noch verhindert werden. Da der Schwindel bei den beiden anderen Versuchen schnell aufflog, waren die Angerufenen hier vor größerem Schaden verschont geblieben.

-In diesem Zusammenhang warnt die Polizei nochmals eindringlich davor, Fremden niemals Bargeld auszuhändigen. -Halten Sie nach einem solchen Telefonat mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache. -Notieren Sie sich die möglicherweise angezeigte Telefon- bzw. Handynummer. -Informieren Sie bei nicht sofort zu klärenden Sachverhalten unverzüglich die Polizei, um das weitere Vorgehen abzusprechen. -Geben Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

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