Oberderdingen: Alte Frau um mehrere Hundert Euro betrogen

Oberderdingen:  Alte Frau um mehrere Hundert Euro betrogen
Symbolbild

Um mehrere Hundert Euro wurde eine Seniorin aus Oberderdingen in der vergangenen Woche betrogen.

Ein „Herr“ von einer angeblichen Info-Zentrale aus Berlin rief bei der 75-Jährigen an und teilte ihr mit, sie habe 28500 Euro beim „Top-Lotto 49“ gewonnen. Er erklärte, für die Anfahrt des Geldtransporters samt Notar und Geldkoffer sei es notwendig, bei einem bekannten Online-Handelsunternehmen Gutscheinkarten im Wert von mehreren Hundert Euro zu kaufen und die Code-Nummern der Karten an eine Telefonnummer durchzugeben. Die Geschädigte befolgte die telefonischen Anweisungen.

Der „Glücksbote“ rief erneut an und teilte der Dame mit, es habe einen Zahlendreher gegeben und der Gewinn läge nunmehr bei 82500 Euro. Sie solle nun 5 Prozent der Gewinnsumme überweisen und nannte eine Bankverbindung im Ausland. Zum Glück wurde die Geschädigte misstrauisch und erstattete eine Anzeige bei der Polizei. Damit blieb es bei dem Schaden, den der Betrüger durch die zwischenzeitlich schon durchgeführte Einlösung der telefonisch durchgegebenen Gutschein-Codes verursacht hatte.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor Abzocke durch falsche Gewinnversprechen. Wer eine Gewinnmitteilung bekommt, per Telefon, E-Mail oder Post, sollte vorsichtig sein. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln. Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden.

Die Methode ist immer die gleiche

Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel, wie im geschilderten Fall „Gebühren“ zu bezahlen. Anrufer geben sich u.a. als Rechtsanwälte oder Notare aus. Sie melden sich bei ihren Opfern und behaupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder anderen Sachwert gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer „Bearbeitungsgebühr“ übergeben werden. Täter versuchen immer wieder mit vorgetäuschten Szenarien an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Am Ende gibt es dann leider oft keinen Gewinn und das bezahlte Geld für die „Bearbeitungsgebühr“ ist weg! (pol)

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