Mutwillige Sachbeschädigung an Östringer Gemeinschaftsunterkunft

Mutwillige Sachbeschädigung an Östringer Gemeinschaftsunterkunft Zusammenhang mit Vorfall vom Fastnachtssamstag?

In Östringen zertrümmerte ein bislang noch unbekannter Täter am späten Samstagabend gegen 22.30 Uhr mit einem 2,5 Kilogramm schweren Betonbrocken eine Fensterscheibe der Unterkunft für Flüchtlinge in der Allmendstraße.

Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird von der Polizei, die sofort die Ermittlungen aufgenommen hat, derzeit nicht ausgeschlossen, dies insbesondere auch mit Blick auf die über soziale Medien verbreiteten Gerüchte über die angebliche Belästigung von Frauen durch junge Männer mit Migrationshintergrund am Fastnachtssamstag.

Bei dem Vorfall vom zurückliegenden Wochenende in der Allmendstraße wurde glücklicherweise niemand verletzt, die Bewohner der in der Regie des Landkreises Karlsruhe geführten Gemeinschaftsunterkunft (GU) kamen mit dem Schrecken davon. In der GU Allmendstraße sind dreißig Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und Irak untergebracht, darunter zwei Familien und ein junges Ehepaar, ansonsten junge Männer.

Das Polizeirevier Bad Schönborn bittet im Zusammenhang mit der Sachbeschädigung an der Gemeinschaftsunterkunft Allmendstraße 53 eventuelle Zeugen oder Hinweisgeber um Kontaktaufnahme unter der Rufnummer 07253/80260.

Die ursprünglich kursierenden Gerüchte zu sexuellen Übergriffen gegenüber jungen Frauen durch eine Gruppe unbekannter junger Männer vermeintlich nordafrikanischer Herkunft haben sich unterdessen in dieser Form bislang nicht bestätigt. Nachdem in einem ersten Hinweis in sozialen Netzwerken noch von drei erheblich belästigten Besucherinnen einer Gaststätte am Leibergplatz im Stadtzentrum die Rede gewesen war, ergeben die zwischenzeitlich weitgehend abgeschlossenen polizeilichen Ermittlungen ein anderes Bild. Auf den Zeugenaufruf der Polizei meldete sich zwar eine 25jährige Besucherin einer Gaststätte am Leiberg, die nach einer unsittlichen Berührung ihren Gegenüber in scharfer Form zurechtgewiesen hatte. Darüber hinaus sah die junge Dame allerdings auch nach Aussprache bei der Polizei keinen Anlass für die Erstattung einer Strafanzeige. Bei der Polizei hatten sich darüber hinaus zwar noch weitere Anruferinnen und Anrufer gemeldet, aber die allermeisten hatten einen solchen Vorfall gar nicht selbst beobachtet und niemand gab sich als weitere Betroffene eines sexuellen Übergriffs zu erkennen.

Nach Abschluss ihrer Ermittlungen zu den Vorfällen am Leiberg und in der Allmendstraße wird die Polizei der Staatsanwaltschaft Bericht erstatten.

Redaktion: Wolfgang Braunecker

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